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In Niedersachsen besteht wegen lang anhaltender Trockenheit höchste Waldbrandgefahr

Ein schönes Osterfest – bei Warnstufe 5

Hannover. Alle freuen sich auf sonnige Ostertage – Regen ist in ganz Deutschland nicht in Sicht. Ideales Wetter für Ausflüge und Grillpartys also. Doch das warme Aprilwetter hat auch Schattenseiten: Die Landwirte klagen über trockene Felder, und die Waldbrandgefahr steigt, besonders im nordöstlichen und südlichen Niedersachsen.

Autor:

Margit Kautenburger

„Wenn kein Regen kommt, wird bis Freitag an manchen Orten die höchste Warnstufe 5 erreicht“, sagt Stefan Fenner, Sprecher der niedersächsischen Landesforsten. Das sei keineswegs ungewöhnlich. Auch in den vergangenen beiden Jahren sei im Frühjahr die höchste Alarmstufe ausgerufen worden. Solange Laub vom Winter im Wald herumliege, komme es bei längerer Trockenheit zu Bränden, erklärt Fenner.

Nach Einschätzung der Meteorologen ist auch das sonnige Aprilwetter nichts Außerordentliches. Sicher gehöre dieser April zu den wärmeren, aber der April mache eben, was er will, sagt Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst. So habe die Durchschnittstemperatur im April 2009 bei 11,8 Grad gelegen, 2008 bei 7,7 Grad.

Gegen Brände ist Niedersachsen in diesem Jahr besonders gewappnet. Zur Überwachung der Wälder haben die Landesforsten an 17 Standorten 20 Kameras installiert, die einen Rundumblick über zehn Kilometer ermöglichen und Feuer frühzeitig entdecken sollen. Die Kameras hängen in den gefährdeten Kreisen Celle, Gifhorn, Soltau-Fallingbostel, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Lüneburg.

Besonders an Wochenenden und Feiertagen, wenn draußen gefeiert und gegrillt wird, brechen häufig Waldbrände aus. Meist ist Unachtsamkeit die Ursache. Die Polizei warnt daher dringend davor, im Wald zu grillen oder zu rauchen. Autos sollten nicht auf Grasflächen abgestellt werden. Die traditionellen Osterfeuer gelten hingegen als weniger gefährlich. Diese dürften nur in 100 Meter Entfernung von Wald abgebrannt werden, und die Feuerwehr sei immer dabei.




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