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Siga hilft bei Einrichtung einer Schülerfirma

"Ein Produkt, auf das sie stolz sein können"

Stadthagen/Garbsen (sk). Erfolgreich hat die Stadthäger Hauswirtschaftslehrerin Gudrun Bichtemann die Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga) um Unterstützung bei der Einrichtung einer Schülerfirma gebeten.

"Was läuft da draußen in den Betrieben?" Diese Frage beschäftigt Gudrun Bichtemann im Hinblick auf ihre Schüler, die nach Erreichen des Hauptschulabschlusses mit der Arbeitswelt konfrontierte werden. Bichtemann will einen Beitrag dazu leisten, die Schüler ausbildungsfähig zu machen. Hierzu soll eine Firma für Speisenzubereitung und Verkauf dienen, die die Schüler an der Schule selber einrichten und betreiben, in der sie sich mit betrieblichen Abläufen vertraut machen, praktisches Wissen erwerben. Oft wüssten Schüler nicht, wie viel Gramm einem Kilogramm entsprechen, so Bichtemann. Durch sehen und begreifen Mengenvorstellungen bekommen, sei ein Ziel im Bereich Produktion. Vor allem aber möchte die Stadthägerin den Schülern Erfolgserlebnisse verschaffen. "Sie brauchen ein Produkt, auf das siestolz sein können", so Bichtemann. Rudolf Krewer, ehemaliger Schulleiter und Vorsitzender der Siga, ergänzte dazu im Pressegespräch: "Im Augenblick des Erfolges kommt die Motivation." Bei der Siga hat Bichtemann Unterstützung für ihr Projekt erhalten und zwar in Form einer Auffrischung ihrer kaufmännischen Kenntnisse. Die 46-jährige ist gelernte Hauswirtschafterin, hat sich später im pädagogischen Bereich ausbilden lassen und im November 2007 eine Vollzeitstelle in der Georg-Elser-Hauptschule in Garbsen angetreten, wo sie mit einer Kollegin das Projekt Schülerfirma verwirklichen will. Bei mehreren Firmen, die sie um eine kurze Hospitation in Sachen Buchhaltung bat, hatte Bichtemann Absagen erhalten. Die Siga erklärte sich hingegen bereit. Einen Tag lang erklärte Siga-Mitarbeiterin Rosemarie Lücking der Lehrerin wichtige buchhalterische Details. Und Lücking steht für weitere Nachfragen zur Verfügung. Das Firmen-Projekt befindet sich in der Planung, soll aber nach den Sommerferien verwirklicht werden. Auch Startkapital muss noch beschafft werden. Bichtemann hofft auföffentliches Fördergeld und Sponsoren. Matthias Fuchs, der im Auftrag des Kultusministeriums Schülerfirmen betreut, sehe in der Garbser Hauptschule gute Voraussetzungen für das Schülerprojekt, "vor allem räumlich", so Bichtemann. Das Firmenbüro kann direkt neben dem Produktionsstandort Küche eingerichtet werden.




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