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Ein Preis für das vehemente „Nein“

Bad Münder. „Wir haben für Furore gesorgt.“ Christoph Schieb, Sprecher der Sozialraum AG, ist sichtlich stolz auf das, was verschiedene Gruppen und Einrichtungen im Stadtgebiet im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt haben. „Bad Münder sagt Nein zu Gewalt“ hieß das breit angelegte Präventionsvorhaben – gestern gab es sogar einen Preis dafür: Das Projekt schaffte es unter die zehn besten Einsendungen beim Pro-Regio-Preis und erhielt eine Spende in Höhe von 500 Euro.

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Frank Grampe und Stefanie Klein vom Eon-Avacon-Vertrieb überreichten die Auszeichnung und gratulierten den Mitgliedern der Sozialraum AG zu ihrer Idee. 25 Einzelaktionen im Aktionsmonat brachten rund 2000 Menschen zusammen, die sich dem Thema Gewaltprävention von verschiedenen Seiten näherten.

Eon-Avacon hatte den Preis ausgelobt, um Projekte in den Mittelpunkt zu rücken, die sich stark für die Steigerung der Attraktivität gerade kleiner Städte einsetzen. Nicht ganz ohne eigenen Nutzen, wie Grampe deutlich machte: Als „Flächenunternehmen“ beobachte Eon-Avacon die zunehmende Orientierung gerade junger Menschen in die großen Städte und Ballungsgebiete mit Sorge – unterstützt werden sollen Vorhaben, die das Leben in kleineren Städten für die Menschen attraktiv machen. 50 Einsendungen wurden eingesandt, die Jury aus Vertretern des Unternehmens und externen Experten wie dem ehemaligen Vizepräsidenten der Polizeidirektion Hannover, Rainer Langner, und dem Rapper Spax Spizza wählte aus. Das mündersche Projekt schaffte es zunächst in die Endrunde, dann in die Gruppe der Preisträger der Plätze vier bis zehn. „Alle erhalten 500 Euro, wir unterscheiden da nicht weiter“, erklärte Grampe.

Bürgermeister Hartmut Büttner freute sich sichtlich über die Auszeichnung. Der Ansatz der Sozialraum AGs sei in vielen Bereichen des Landkreises versandet, nicht so in Bad Münder. Mit dem Titel des Wettbewerbs „Energie für die Region“ assoziiere er Traubenzucker – die Sozialraum AG Bad Münder sei für Spitzenleistungen gut, durch die „Energiespritze“ des Preises und das Preisgeld werde ein neuer Energieschub geliefert. „Weiter so“, feuerte er die Mitglieder an.

Wie es weitergeht, riss Schieb kurz an: Beim deutschen Präventionstag in der kommenden Woche werde er das mündersche Vorhaben vorstellen. Ein dafür vorbereitetes Plakat präsentierte er den Teilnehmern der Preisverleihung. „Wir sind stolz“, dankte er für die Auszeichnung.jhr



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