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Erstaunte Besucher / Eine feine Ausstellung über Auswanderer aus dem Deister-Sünteltal

Ein Planwagen steht im ersten Stock

Bad Münder. „Wie kommt denn dieser Planwagen in den ersten Stock“, das war die wohl am meisten gestellte Frage bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Ausgewandert aus dem Deister-Süntel-Tal nach Übersee“ im Museum für Stadt- und Regionalgeschichte im Wettbergschen Adelshof.

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Autor:

Friedhlem Lüdersen

Der Planwagen war nicht das einzige Glanzstück im ersten Stock, aber das gewaltigste. Ausgewählte Exponate aus der Zeit der großen Auswanderungen, von der kargen Schlafkoje, der Garderobe jener Zeit von 1834 bis 1939 bis hin zu einer Tonbildschau komplettieren diese Sonderausstellung. Die dreißig Sitzplätze im Untergeschoss des Museums Bad Münder waren sehr schnell besetzt, sodass noch einmal so viel Gäste mit Stehplätzen vorlieb nehmen mussten. Museumschef Michael Meyer und Buchautor Kai Witthinrich begrüßten die Gäste, unter Ihnen auch Bürgermeister Hartmut Büttner, der sich lobend über die gelungene Ausstellung äußerte. Während Meyer den Werdegang von der Idee – sie kam als Meyer alte Briefe las, die aus einem abgebrannten Haus in Bakede stammten – bis zur fertigen Ausstellung schilderte, erläuterte Witthinrich die Prozedur der Auswanderung und gab Einblicke in sein Buch, das er zur Auswanderung geschrieben hatte. „Es ist die beste Ausstellung, die wir bisher hatten und ich danke allen Helfern, ohne die wir es nicht geschafft hätten“, sagte Meyer. Die Besucher konnten dann im ersten Stock nach dem Begrüßungstrunk die fein gegliederte Ausstellung besichtigen. Sie bestaunten im ersten Zimmer die Ausstattung, die die Auswanderer mitnahmen und man sah die Unterschiede zwischen Arm und Reich. Ein geschickt eingebautes Fenster ließ ein Blick auf draußen vor Anker liegende Segelschiffe zu. Es ging dann durch einen schwarzen Vorhang in einen Raum, wo die Situation auf einem Auswandererschiff im Zwischendeck nachgestellt wird.

Ein Raum ist den Überseekoffern und anderem Reisegepäck gewidmet, ehe es dann zu schriftlichen Unterlagen geht. Mit Verträgen und Briefen geht es weiter bis schließlich zur Station mit dem Planwagen. Mit so einem Gefährt waren die Auswanderer nach langer Schiffsreise dann noch wochenlang über Land zu ihren jeweiligen Zielen unterwegs. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Tonbildschau.

Ein Planwagen steht im ersten Stock und wurde sehr bestaunt.


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