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Wer seinen Altbau modernisiert, muss laut Richtlinie auch gleich ein Konzept zum Luftaustausch erstellen lassen

Ein perfektes Paar: Sanierung und Lüftungsanlage

So sinnvoll eine luftdichte Gebäudehülle prinzipiell ist, um Heizkosten zu senken, so problematisch sind die Auswirkungen auf das Raumklima. Weil das sanierte Gebäude praktisch hermetisch versiegelt wird, ist oft kein ausreichender Luftaustausch mehr gegeben. Was viele Bauherren nicht wissen: Wird ein Altbau saniert und umfassend abgedichtet, gibt eine Norm (DIN 1946-6) als Richtlinie vor, dass begleitend auch ein Lüftungskonzept erstellt werden muss. „Durch die Fensterlüftung bekommt man das Problem zumeist nicht in den Griff. Hier kann nur eine Lüftungsanlage den hygienisch notwendigen Luftwechsel wieder herstellen und Bauschäden vermeiden“, sagt Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer Technik des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).

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Die DIN-Norm sieht Folgendes vor: Immer dann, wenn in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht oder im Einfamilienhaus mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet werden, muss ein Fachplaner oder Fachhandwerker ein Lüftungskonzept anfertigen.

Aus diesem Konzept ergibt sich, ob lüftungstechnische Maßnahmen notwendig sind. Moderne Lüftungssysteme lassen sich heute an den individuellen Bedarf und die Gebäudegröße problemlos anpassen. „Zentrale Lüftungsanlagen sind für ein ganzes Gebäude zuständig, während dezentrale Geräte nur Räume oder Teilbereiche von Wohnungen versorgen. Bei Einfamilienhäusern ist der Einsatz zentraler Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung empfehlenswert“, so Dr. Breidenbach.

Diese modernen Anlagen entziehen der verbrauchten Abluft die Wärme und führen sie der Frischluft, die ins Gebäude strömt, wieder zu. Die Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Lüften: Heizenergie wird gespart und das Gebäude vor gesundheitsgefährdendem Schimmelpilz geschützt. Der Staat unterstützt den Einbau kontrollierter Lüftungssysteme im Übrigen durch zinsgünstige Kredite und Fördergelder.

Aus mehreren Gründen ist es sinnvoll, einen Altbau energetisch zu sanieren: Weil ein Großteil der kostbaren Heizenergie nicht mehr über die Außenhaut verloren geht, lässt sich nicht nur bares Geld sparen, auch die Umwelt wird geschont. Zudem fordert der Gesetzgeber bereits heute für viele Immobilien per Energieausweis die Nachrüstung auf einen höheren energetischen Standard. Die im Prinzip so positive Maßnahme hat nur einen entscheidenden Nachteil: Ohne ein durchdachtes Lüftungskonzept ist oft kein ausreichender Luftaustausch mehr gegeben.

Mehr Infos im Internet auf der Seite www.wohnungs-lueftung.de .

Wer sein Haus sanieren möchte, der sollte gleich auch an ein Konzept für die Lüftungsanlage denken. Denn – so schreibt es die DIN-Norm vor – der Hausbesitzer muss mit der Lüftung im Reinen sein.

Foto: djd/BDH

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