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Leserinnen und Leser informieren sich im Staatsarchivüber die Zeit des Nationalsozialismus

Ein oft verdrängtes Kapitel Regionalgeschichte

Bückeburg (kk). Für einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es eine Zeitreise in die eigene Kindheit und Jugend, ein anderer äußerte erleichtert: "Was bin ich froh, dass ich erst 1944 geboren bin." Im Mittelpunkt unserer Sommeraktion im Staatsarchiv standen nämlich Plakate, Akten und Bücher aus der Zeit des Nationalsozialismus. Kein einfaches Thema, meinte auch Dr. Stefan Brüdermann. Der stellvertretende Leiter des Archivs verstand es jedoch hervorragend, seine Gäste für ein dunkles und oft verdrängtes Kapitel der Regionalgeschichte zu interess ieren.

Zunächst erläuterte er politische Plakate und Aushänge. Dann ging es in den Lesesaal, wo schon Bücher, Akten und ein besonders interessantes Tagebuch bereitlagen. Darin hatte der Bückeburger Karl Krüger penibel über Tagesereignisse in seiner Heimatstadt Buch geführt. Es entsteht ein recht ambivalentes Bild: Einerseits klingt Sympathie für militärische Erfolge an, andererseits geißelt Krüger Gräueltaten der Nazis. Kein Wunder, dass er anmerkt: "Mein Tagebuch verstecke ich jeden Tag!" Nicht versteckt, sondern durchaus zugänglich, sind die Bestände des Archivs: Einige Gäste können sich jetzt sogar vorstellen, sich intensiver mit dem Thema zu befassen.




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