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Ein Musical wird zum Glaubenserlebnis

BAD MÜNDER. Jonathan ist elf Jahre alt und kommt aus der Nähe von Holzminden. Der knapp 1,30 Meter große Fünftklässler spielt die Hauptrolle – den David in der Musicalproduktion des Adonia Juniorchores. Der gastierte nach sechs Jahren wieder einmal im vollbesetzten Martin-Schmidt-Konzertsaal.

Ausgelassene Fröhlichkeit auf der Bühne – der Funke springt schnell aufs Publikum über. Fotos: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Eine ganze Woche hatten sich die 66 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren in Wienhausen auf ihre zwei Auftritte in Pattensen und Bad Münder vorbereitet. „Wie immer ist das ein einwöchiges Musicalcamp“, erklärt dessen Leiterin Judith Pfänder. Die 27-jährige Kardiologin aus Karlsruhe betreut die 46 Mädchen und 20 Jungen zusammen mit zehn Betreuern und zwei Technikern eine Woche lang.

Die Hälfte des Foyers des Martin-Schmidt-Konzertsaals ist am Sonnabendnachmittag mit Schlafsäcken und anderen Utensilien vollgestopft, während sich die Konzertgäste am Merchandising-Stand vorbei in den Saal drängen. Die kleinen Akteure sind derweil noch im Jugendzentrum Point, wo sie von Hans Jürgen Maschke von der freikirchlichen Gemeinde Bad Münder in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege bekocht werden.

Aus ganz Norddeutschland sind Eltern, Bekannte und Verwandte angereist, um den Auftritt des Adonia Juniorchors zu erleben. „Ein tolles Gruppenerlebnis“, bekennt eine Mutter aus Emden, deren zwölfjähriger Sohn schon seit drei Jahren dabei ist und nun bei den etwas älteren „Adonia-Teens“ mitsingt.

Jonathan, elf Jahre alt, spielt eine der Hauptrollen im Musical. Er schlüpft in die Rolle von David.

„Das Besondere dabei ist, dass hier eine gute biblische Grundlage vermittelt und so eine persönliche Beziehung zu Jesus aufgebaut wird“, erzählt eine andere Mutter, die aus Kiel angereist ist. Auch wenn die Adoniabewegung in den letzten Jahren immens gewachsen sei, so werde sehr darauf geachtet, dass die musikalische und inhaltliche Qualität dabei nicht auf der Strecke bleibe. Sicher könne man das auch missionarischen Eifer im positiven Sinne nennen. „Es geht vor allem darum, die christlichen Werte für ein ganzes Lebens herauszubilden und die Liebe zu Jesus zu festigen“, stellt die Kielerin fest.

Der Ablauf der Veranstaltung zeichnet sich in der Tat durch einen hohen Grad an Professionalität aus. Und zugleich durch eine ansteckende Beschwingtheit und Lebensfreude. Judith Pfänder und ihren Helfern gelingt es offensichtlich, die Begeisterung und Motivation der Heranwachsenden ungebrochen aufrecht zu erhalten. Das Ergebnis ist eine bühnentechnisch wie musikalisch rundum beeindruckende Leistung.

Schon beim Eröffnungssong „Der gute Hirte“ springt der Funke der Begeisterung über. Unter der Leitung von Annie Kropf singt der vielköpfige Chor Titel wie „Gott hat Großes vor“ oder „Gott ist stärker“ und führt musikalisch in die alttestamentarische Geschichte von David und Goliath ein. Goliath, das ist die elfjährige Jantje aus dem ostfriesischen Tidowfeld in einer Hosenrolle. Jantje ist 1,50 Meter groß und überragt den kleinen David-Jonathan um einen ganzen Kopf. Mit einfachen aber effektiven Mitteln wird der Schauplatz des Geschehens inszeniert, doch am wichtigsten bleiben der Schwung und die Begeisterung der kleinen Sänger und Sängerinnen.

Einen Sommer lang touren die Adonia Juniorchöre durch ganz Deutschland – 200 Auftritte mit deutschlandweit 59 Projektchören. Ein Mammutunternehmen. „Wir wachsen weiter“, kündigt Adonia-Leiter Markus Heusser an. So wird die Chorarbeit zu einem umfassenden Glaubenserlebnis.



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