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Leiter des Ermittlungsdienstes Christoph Hose in den Ruhestand verabschiedet / 37 Jahre am Polizeirevier Bückeburg

Ein mit allen Wassern gewaschener Kriminalist geht

Bückeburg (rc). Er war ein mit allen Wassern gewaschener Kriminalbeamter und nach der Polizeireform 1994 - der Zusammenlegung von Streifen- und Kriminaldienst - ein Beamter der aussterbenden Art. Am Monatsende nun ist Christoph "Chris" Hose, der Leiter des Ermittlungsdienstes des Polizeireviers Bückeburg, in den Ruhestand verabschiedet worden, ausgerechnet auch noch am Tag seines 60. Geburtstages. Der Chef der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, Frank Kreykenbohm, und Revierchef Werner Steding überreichten die Entlassu ngsurkunde und wünschten für die Zukunft alles Gute.

43 Jahre war der Kriminal-Hauptkommissar im Polizeidienst: 38 Jahre davon als Kriminalbeamter und nur sechs Jahre nicht am Dienstort Bückeburg. "Eher eine Besonderheit", wie Kreykenbohm sagte. Hose habe in der Zeit einige organisatorische Veränderungen mitgemacht, etwa als Bückeburg zur Polizei Hameln gehörte. "Aber wenn ihm einer vor zehn Jahren gesagt hätte, dass Bückeburg einst zu Nienburg gehören würde, für den hätte er sicherlich einen Alko-Test angefordert." Unermüdliches Engagement, Eifer, Pflichtbewusstsein, Humor, Tatkraft und Mitgefühl attestierten die Vorgesetzten. Erkennbar daran, dass sich Hose selbst als Leiter des Ermittlungsdienstes nicht scheute, Drogendealer zu observieren oder festzunehmen. "Das macht heute kein KED-Leiter." Zum Ausdruck kommt sein Charakter aber auch in einem Dankesbrief, der sich in seiner Personalakte fand: der Brief des Vaters einer drogenabhängigen Tochter, die Hose mit seinem Einsatz wieder auf den rechten Weg gebracht hatte. Überhaupt war der Kampf gegen das Rauschgift das Steckenpferd des Kriminalisten, obwohl seine Tätigkeitsschwerpunkte Todesermittlungen und Raubfälle waren. "Er hat die starke Marke Polizei und den guten Ruf des Polizeireviers Bückeburg entscheidend mitgeprägt", so Kreykenbohm.




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