weather-image
16°

„Ein Kraftakt, der sich bis heute auszahlt“

Bad Münder. Es gibt unangenehmere Verpflichtungen für Spitzenkräfte aus den heimischen Verwaltungen als die, die gestern Mittag Landrat Tjark Bartels und die Bürgermeister Hartmut Büttner und Harald Krüger zum Süntelturm führte: Vor 25 Jahren wurde die umfangreiche Sanierung des Süntelturms abgeschlossen – ein Kraftakt und gleichzeitig Musterbeispiel interkommunaler Zusammenarbeit, auf das der Landrat gestern bei einer Feierstunde mit Zeitzeugen der Sanierung anstieß.

270_008_7065460_lkbm10150504_suentelturm5.jpg

Bartels war zum ersten Mal am und auf dem Süntelturm und sichtlich beeindruckt von dem beliebten Ausflugsziel, das Wirtin Carola Hartmann ihm vorstellte. Zur Erinnerung an die Entwicklung der Sanierung hatte er sich Unterlagen zusammenstellen lassen, aus denen er vortrug. Der damalige Landrat Klaus Arnold war es, der den Anstoß zur Sanierung gegeben hatte. Der damalige Pächter war krank – sollte die Gaststätte am Turm nicht wegfallen und damit ein gefragtes Ziel vieler Wandergruppen verloren gehen, musste gehandelt werden. Frisch- und Abwasserleitungen wurden verlegt, gemauert und gezimmert – und das immer in Abstimmung zahlreicher Akteure, wie Arnold erinnerte. Über Partei- und Gemeindegrenzen hinweg waren sich die unterschiedlichen Beteiligten von der Reihebürgerschaft bis zur Süntelwaldgenossenschaft, von Landkreis wie den Städten Bad Münder, Hameln und Hessisch Oldendorf damals einig, dass nur durch eine gemeinsame Aktion der Turm als Ausflugsziel erhalten werden konnte. Und sie ließen sich dieses Ziel durchaus etwas kosten: Rund 1,1 Millionen Mark flossen damals in das Projekt. „Eine ganze Menge Geld für ein so abgelegenes Objekt“, sagt Bartels. „Geht nicht gibt’s nicht“, sei damals die Maxime gewesen, erinnerten die Teilnehmer. „Ein Kraftakt, der sich bis heute auszahlt“, so die allgemeine Auffassung am Tisch.

Vom Oberkreisdirektor bis zur ABM-Kraft hätten alle Akteure an einem Strang gezogen. „Es klingt vielleicht abgedroschen, aber es war ein Projekt der Kreisfamilie“, so Arnold. „Wir liegen bekanntlich an der Deutschen Märchenstraße, am Europawanderweg – da ist es auch eine Verpflichtung, für eine anständige Gastronomie zu sorgen.“jhr



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt