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Neubau der Mediclin-Gruppe gestern bezogen / Schwerpunkt gerontopsychiatrische Pflege

Ein komplettes Seniorenheim zieht um

Bad Münder (jhr). Ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung stellt für die meisten älteren Menschen einen markanten Einschnitt in ihrem Leben dar. Damit ein Umzug innerhalb einer Einrichtung mit möglichst wenig Aufregung verbunden ist, sind minutiöse Planungen notwendig. Sven-Uwe Gau kann das beurteilen – der Heimleiter bezog gestern Nachmittag mit 27 Bewohnern der Mediclin-Seniorenresidenz den Neubau am Deisterhang.

Edith Fischbach zieht um: Ein paar Kleidungsstücke fährt sie selbst auf ihrem Rollator in ihr neues Zimmer, Wellensittich Bubi w

Bereits seit Monaten hatten Gau und Kollegen die Heimbewohner auf diesen besonderen Tag vorbereitet. Vom Fenster aus gab es den Blick auf die Baustelle, wo sich Stein um Stein der Neubau erhob. Rund 4,2 Millionen Euro lässt sich die Mediclin GmbH die Erweiterung ihres Klinikkomplexes um ein eingenständiges Gebäude kosten – die erste Einrichtung mit einer eigenen Fachabteilung gerontopsychiatrische Pflege in Bad Münder.

Die Gespräche in der Einrichtung drehten sich in den vergangenen Wochen immer häufiger um den Tag des Umzugs. Am Wochenende folgten dann zahlreiche Angehörige der Einladung Gaus, selbst beim Umzug mit Hand anzulegen. Der Inhalt von Schränken wurde in Kisten und Koffern verpackt, Bilder und Möbel wechselten von der bisherigen Station im dritten Stock der Klinik in den Neubau. „Wir haben uns sehr lange mit dem Belegungsplan beschäftigt. Da galt es, auf sehr viele Faktoren Rücksicht zu nehmen – so sollte die Aufteilung der neuen Zimmer der bisherigen möglichst nah kommen“, sagt Gau und liefert ein Beispiel: Wer bislang sein Bett auf der rechten Seite hatte, findet es auch in den neuen Räumen auf der rechten Seite.

Der eigentliche Umzug fand gestern zur Kaffeezeit statt. Bei gemeinsamen Liedern vertrieben sich die Bewohner die Zeit, ließen sich dann in den Neubau begleiten. Dort versammelten sich die Senioren zunächst an der Kaffeetafel, während Mitarbeiter und Angehörige die persönlichen Gegenstände auf die Zimmer verteilten. Im Erdgeschoss, das zwei Wohngruppen für an Demenz erkrankte Menschen beherbergen wird, wurde zunächst nur ein Flügel bezogen. Insgesamt 62 Zimmer stehen im Neubau zur Verfügung, 34 im Bereich Pflege und Wohnen in der ersten Etage, zwei mal 14 Plätze in den Wohngruppen im Erdgeschoss.

Dass der eine oder andere Handwerker noch im Neubau beschäftigt war, fanden weder Gau noch die Bewohner schlimm: „Ein paar Restarbeiten sind noch zu machen, doch das sind nur noch Kleinigkeiten“, sagt Gau. Auch der Garten, ein Herzstück der Anlage, ist noch nicht gestaltet, doch Gau freut sich bereits auf die Zeit, wenn die Bewohner ihn mit Leben füllen werden.



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