weather-image
Meister Proper in echt: Gebäudereiniger müssen vor allem zuverlässig sein

Ein Job für Saubermänner

270_008_7717305_231229_150502_sab.jpg

Duisburg. Krankenhäuser, Schulen oder Bürohäuser: Gebäudereiniger kümmern sich darum, dass es dort sauber ist. Zuverlässigkeit ist in dem Job das A und O, sagt Michael Wilms. Der 21-Jährige arbeitet seit Dezember 2014 als Geselle bei Dussmann Service. Der Kunde müsse sich darauf verlassen können, dass die Räume durchgehend sauber sind.

Zu Wilms’ Aufgaben gehört es, beim Putzen das Material zu prüfen und zu klären, welche Reinigungsmittel infrage kommen. PVC-Böden muss er zum Beispiel systematisch in mehreren Arbeitsschritten bearbeiten. Um Gebäudefassaden aus Glas sauberzumachen, kommen etwa Hebebühnen, Leitern und Gerüste zum Einsatz. Nicht selten fallen die Arbeitszeiten von Gebäudereinigern in die frühen Morgenstunden.

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung nicht vorgeschrieben. „Die meisten Auszubildenden haben einen Hauptschulabschluss“, erläutert Jorg-Günther Grunwald vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). 2013 haben etwa 1200 Lehrlinge ihre Ausbildung in der Gebäudereinigung begonnen, darunter waren rund 200 Frauen.

Wilms ist inzwischen für die Sonderreinigung verschiedener Objekte in Nordrhein-Westfalen zuständig. Dazu gehört etwa die Betreuung von Krankenhäusern. „Die Reinigung von Operationsräumen erfordert einen hohen Hygieneaufwand“, erklärt er.

Wer sich für den Beruf entscheidet, sollte Verständnis für Chemie haben. Das brauchen Gebäudereiniger zum Beispiel, um Reinigungs- und Lösungsmittel im richtigen Verhältnis mischen zu können. Ganz ohne Mathekenntnisse geht es ebenfalls nicht. Außerdem spielt Teamfähigkeit eine wichtige Rolle. „Gebäudereiniger arbeiten nur selten allein“, erläutert Detlef Stange. Er ist Geschäftsführer vom Verein für Reinigungstechnik in Frankfurt am Main.

In den neuen Bundesländern beginnt die tarifliche Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr bei 540 Euro und steigt auf 775 Euro. Im Westen bewegen sie sich bei zwischen 615 Euro und 880 Euro. Wer als Einsteiger nach Tarif bezahlt wird, kann 14 Euro pro Stunde bekommen. Bei fehlender Tarifbindung kann es aber auch deutlich weniger sein.

Geselle Wilms ist Gebäudereiniger in der dritten Generation. Sein Vater und Großvater hatten denselben Beruf. „Die Arbeit ist sehr vielfältig“, sagt Wilms. Und es gibt eine Menge Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. So können sich Gebäudereiniger nach der Ausbildung in den Bereichen Desinfektion oder Schädlingsbekämpfung spezialisieren. Wer Personalverantwortung übernehmen möchte, kann sich zum Objektleiter weiterbilden. Eine Alternative kann ein Bachelorstudium mit dem Schwerpunkt Hygienemanagement sein.

Wilms denkt über eine Meisterprüfung nach, hat sich aber noch nicht festgelegt. „Ich möchte erst ein paar Jahre Arbeitserfahrungen sammeln, bevor ich mich entscheide“, erklärt er.

Welches Reinigungsmittel eignet sich? Diese Frage muss sich Gebäudereiniger Michael Wilms immer wieder stellen. Er arbeitet für die Firma Dussmann in Duisburg.

Caroline Seidel/DPA



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt