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Mehrgenerationenhaus offiziell eröffnet

Ein Haus für alle: "Mitmachen angesagt"

Stadthagen (mw). Mit einer kleinen Feierstunde ist das vom Bund geförderte Mehrgenerationenhaus Schaumburg, das seinen Sitz im Stadthäger Kulturzentrum "Alte Polizei" hat, offiziell eröffnet worden. An der Auftaktveranstaltung haben gestern rund 60 Vertreter unter anderem aus Verwaltung, Politik und Kultur teilgenommen.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", kommentierte Marianne Friedrich, die Vorsitzende des Stadthäger Kulturzentrums "Alte Polizei", die Eröffnung des Mehrgenerationenhauses (MGH). Dieses Zitat des Literaten Erich Kästner passe viel besser zu der soziokulturellen Einrichtung als der offizielle MGH-Slogan ("Starke Leistung für jedes Alter"), bei dem sie "ein leises Unbehagen" verspüre. "Hier erbringt nicht jemand eine Leistung, und hier wird auch niemandem eine Leistung abverlangt", erläuterte sie. Es gehe auch nicht um Konkurrenz und Wettbewerb. Vielmehr wolle man "in Achtung voreinan- der" gemeinsam eine erfüllte Zeit in diesem Haus erleben und miteinander wachsen. "Mitmachen ist angesagt", betonte Friedrich in ihrer Eröffnungsrede ausdrücklich. Nur wenn sich alle Beteiligten einschließlich der Besucher aktiv einbrächten, sich für Begegnungen mit anderen Menschen öffneten und Spaß hätten, könne das Mehrgenerationenhaus "ein lebendiges Haus" sein. In all den Jahren habe sich die "Alte Polizei" stets weiterentwickelt und sei zu einem "Markenzeichen" in Stadthagen geworden, erinnerte der Stadthäger Bürgermeister Bernd Hellmann. Schon vor der Anerkennung als Mehrgenerationenhaus habe das Kulturzentrum alle "Facetten der demografischen Entwicklung" - von ganz jung bis ganz alt - im Auge gehabt, ohne nur auf eine einzige bestimmte Zielgruppe ausgerichtet gewesen zu sein. Mit rund 300 000 Euro unterstützt die Stadt Stadthagen laut Hellmann alljährlich die "Alte Polizei". Das Geld sei gut eingesetzt, erklärte der Bürgermeister und gab das "Versprechen, dass auch die Arbeit so weiterlaufen wird". Mit der Einrichtung des Mehrgenerationenhauses trete man der demografischen Entwicklung gegenüber, sagte Heinz Kraschewski, der Leiter des Sozialamtes beim Landkreis Schaumburg. "Verschiedene Generationen treffen sich in einem Haus." Zukünftig müssten aber weitere Partner für eine Zusammenarbeit gefunden und die Netzwerke verfestigt werden. Auf die Bedeutung des Angebotes ging Gerd Dallmann von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur ein: Kulturarbeit werde nicht "als Lü- ckenbüßer" in der Gesellschaft tätig, sondern "präven- tiv" und gehe dabei auf die Bedürfnisse der Bevölkerung ein. Der als Pate für das Stadthäger Mehrgenerationenhaus fungierende SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy sicherte zu, Ansprechpartner beim Auftreten von Problemen zu sein. Im Anschluss an den offiziellen Teil leitete der Charlie Chaplin-Pantomime Peter Mim aus Isernhagen mit einer hinreißenden Darbietung, in die auch Gäste einbezogen wurden, in den vergnüglichen Teil der Auftaktveranstaltung über. Anhand von etwa Tanzvorführungen, einer Aquarellausstellung und einem Informationsstand konnten sich die Besucher zudem einen Eindruck vom MGH-Angebot verschaffen.




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