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Ein Halbschmarotzer, der Gutes tut

Heeßen (möh). Nicht immer, aber immeröfter, vor allem im Winter, wenn die Bäume ihr Laub verloren haben, sehen Spaziergänger an der Aue und an der Trasse der Rinteln-Stadthäger-Eisenbahn im Bereich Heeßen (Bild) die Mistel, die sich als Halbschmarotzer in den Kronen hoher Laubbäume, Weißtannen und Kiefern eine "Heimat" gesucht hat.

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Mit Hilfe von Saugorganen entzieht sie "Wirt" oder "Wirtin" Wasser und Nährsalze. Dennoch ist die Mistel nicht überflüssig, sondern hat ihren festen Platz in der Naturheilkunde. Bei längerem Gebrauch als Tee, allerdings über Monate hinweg, ist sie ein vorzügliches Mittel gegen die Beschwerden zu hohen Blutdrucks wie zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen und Herzbeschwerden. Außerdem konnten Wissenschaftler eine Anregung der Magen- und Darmdrüsen und der Lebertätigkeit feststellen. Die Mistel blüht von März bis Mai, kann aber das ganze Jahr hindurch gesammelt werden. Die jungen Zweige und Blätter haben die Wirkstoffe Cholin, Viscin, Inosit und Glykosid.

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