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Planungstreffen zum RegioPort Weser / Flächen bei Cammer und entlang der Aue außen vor

"Ein Großteil der Bedenken ist ausgeräumt"

Bückeburg/Minden (rc). Bei den jüngsten Treffen für die Planungen zum RegioPort Weser sind Bereiche südlich des Mittellandkanals und entlang der Bückeburger Aue aus den Planungen herausgenommen worden. Diese Gelände sind im aktuellen RegioPort-Konzept nicht mehr vorgesehen. Große Flächen entlang der Grenze zwischen Minden und B ückeburg bleiben damit frei und machen eine umfangreiche Renaturierung der Bückeburger Aue und die Anlage von breiten Grünstreifen möglich.

"Damit kommt man den Interessen der Bewohner im Bückeburger Ortsteil Cammer entgegen", freute sich Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach. Denn durch die Herausnahme bestimmter Flächen sei der Abstand zum Ortsteil deutlich gewachsen und somit weniger Belastungen zu erwarten: "Der Großteil der Bedenken dürfte damit ausgeräumt sein." Die Planunge würden nun noch weiter konkretisiert und "zugespitzt". Als nächstes seien noch im März Aussagen zum angrenzenden FFH-Gebiet Schaumburger Wald zu erwarten. Brombach war gemeinsam mit Schaumburgs Landrat Heinz Gerhard Schöttelndreier sowie Mindens Bürgermeister Michael Buhre im Kreishaus in Minden, um dort mit dem Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, Dr. Ralf Niermann, den Planungsstand und die nächsten Schritte der Planung zum neuen Containerhafen zu besprechen. Der Mindener Hafen platzt aus allen Nähten. "Allein 2007 ist der Container-Umschlag um 30 Prozent gestiegen", machte Bürgermeister Michael Buhre zu Beginn noch einmal deutlich. Weil die Warenströme weiter wachsen, soll am Mittelland-Kanal der neue Container-Hafen gebaut werden. Allein 2007 seien über 29 000 Container-Einheiten umgeschlagen worden. Mit weiterem Wachstum ist zu rechnen, auch angesichts der Ausbaupläne für mehrere deutsche Nordseehäfen. An den Planungen für den neuen Hafen war in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet worden. Die beteiligten Städte und Kreise hatten im September 2007 beschlossen, den RegioPort gemeinsam weiter zu planen, und danach das Bielefelder Planungsbüro Drees& Huesmann mit der weiteren Konkretisierung des Projekts beauftragt. Ein Ergebnis ist, dass die Fläche nördlich des Mittelland-Kanals für Hafen- und Umschlaganlagen sowie für Logistikunternehmen gedacht ist. Im Regionalplan-Entwurf sind auch Areale südlich des Mittellandkanals und in der Nähe der Bückeburger Aue vorgesehen, allerdings nur noch in der abgespeckten Version. Der Minden-Lübbecker Landrat Dr. Ralf Niermann machte deutlich, dass mit dem jetzt vorliegenden Rahmenplan der Planungsprozess richtig in Gang kommt: "Von den erforderlichen Einzelverfahren zur Schaffung der Infrastruktur, zum Beispiel der Anlegestelle am Kanal und der Herstellung des Eisenbahnanschlusses, bis hin zur Aufstellung eines Bebauungsplanes sind die unterschiedlichsten Belange zu berücksichtigen. Mir ist klar, dass dabei auch in bestimmten Fragen Kompromisse gefunden werden müssen." Die Bedeutung des Wachstums und des Projekts RegioPort nicht nur für die Stadt Minden, sondern für die gesamte Region unterstreicht Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier für Schaumburg: "Mit dem RegioPort profitieren wir alle von den Möglichkeiten, die der wachsende Containerverkehr bietet." Auch der Landkreis Schaumburg und besonders der Hafen-Standort Bückeburg-Berenbusch setze mit der Stärkung der Hafenaktivitäten und den Logistikmöglichkeiten auf das umweltverträglichste Verkehrsmittel im Güterverkehr. Profitieren sollen auch die anderen Hafenstandorte im Kreis Minden-Lübbecke, die in ein Gesamtkonzept eingebunden werden.




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