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Dr. Karl Oetker – vor 120 Jahren starb einer der bedeutendsten heimischen Politiker

Ein Großer aus dem Auetal

Der Nachruf fiel knapp und spröde aus. Der Leichnam des kürzlich in Berlin verstorbenen, aus dem Dorf Rehren stammenden Politikers Dr. Karl Oetker sei nach Rinteln überführt und in der hiesigen Leichenhalle aufgebahrt worden, war am 29. August 1893 in der Schaumburger Zeitung zu lesen. Am nächsten Morgen habe man den in der Reichshauptstadt mit kostbaren Kränzen geschmückten Sarg ins Auetal gebracht und auf dem Friedhof des Kirchspiels Hattendorf beigesetzt. Neben der Familie hätten vor allem alte Nachbarn und Freunde und zahlreiche Einwohner aus der dortigen Gegend teilgenommen. Aus der Kreisstadt Rinteln sei nur der Gymnasiallehrer und NLP-Ortsvorsitzende Prof. Alfred Berlit anwesend gewesen und habe am Grabe des nationalliberalen Parteifreundes einen Kranz niedergelegt. Von den übrigen heimischen Repräsentanten aus Politik und Verwaltung habe sich, obwohl die Stadtverwaltung Rinteln rechtzeitig Bescheid gesagt habe, keiner sehen lassen. Nach Einschätzung der Zeitung hatte das „mit der nicht sonderlich großen Popularität“ Karl Oetkers zu tun. „In seiner engeren Heimat hat er eine wenig einflussreiche Rolle gespielt“. Der Verstorbene habe „nicht solche Bedeutung wie sein älterer Bruder“ gehabt.

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Autor:

Wilhelm Gerntrup


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