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Heimatbund-Vorsitzender Michael Meier erhält Verdienstkreuz des Landes für ehrenamtliche Arbeit

Ein Glücksfall trotz einst etwas zu langer Haare

Bad Münder (st). Ein Glücksfall für die Heimatkunde, die Stadt und die Menschen in Bad Münder – das sei Heimatbund-Vorsitzender Michael Meier, findet Bürgermeisterin Silvia Nieber. Und mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da. Landrat Rüdiger Butte hat dem engagierten Ehrenamtler jetzt den Verdienstorden des Landes Niedersachsen überreicht.

Landrat Rüdiger Butte (r.) heftet Michael Meier das Verdienstkre

„Ohne Menschen wie Sie stünden wir schlecht da“, sagte Butte, der Meier für dessen außerordentliches ehrenamtliches Engagement für die Heimatkunde in Bad Münder persönlich dankte. Die offizielle Verleihung des Ordens am Bande hatte Ministerpräsident Christian Wulff bereits im Dezember vorgenommen. Die Übergabe nahmen hiesige Mitglieder des Heimatbundes zum Anlass, ihren Vorsitzenden in gebührendem Rahmen zu feiern.

Aus den Vorstandsreihen des Vereins kam auch der Hinweis an den Ministerpräsidenten zur Verleihung dieser äußerst seltenen Auszeichnung. Der Landrat habe nach eigener Aussage das Bundesverdienstkreuz bereits häufig verliehen, das Verdienstkreuz des Landes jedoch noch nie.

Der letzte Münderaner, der in den Genuss dieser Anerkennung kam, war der Mann, der Meier einst – vor über 30 Jahren – unter seine Fittiche nahm und dessen Potenzial für die heimatkundliche Arbeit bereits früh erkannte: der ehemalige Stadtbaumeister Gottfried Kastl. Durch Kastl kam der 1960 in Bad Münder geborene Meier während seiner kaufmännischen Lehre bereits 1975 mit der Arbeit im Museum Bad Münder in Berührung, das er heute mit dem Museumsteam leitet. Dr. Gerd Kastendieck, der Meiers ehrenamtliche Karriere im Heimatbund und für das Museum samt Handwerkerhaus seit vielen Jahren begleitet, wusste zu berichten, dass Kastls Ehefrau in den 70ern nicht ganz so überzeugt von Michael Meier war – er hätte ihr doch entschieden zu lange Haare gehabt.

Alle Redner und Gäste waren sich einig, dass die Arbeit Meiers gar nicht hoch genug einzuschätzen sei, dass er und seine Familie mit ganzem Herzen für die ehrenamtliche Arbeit in Museum und Handwerkerhaus lebten. Meier selbst zeigte sich dagegen bescheiden und wollte die Arbeit seiner Mitstreiter und Helfer nicht weniger gewürdigt wissen als seine eigene: „Wir sind ein Team und ich bin nur ein Baustein.“



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