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Spendenlauf zugunsten der Neven Subotic Stiftung für Brunnen in Äthiopien

Ein etwas anderes Sportevent

HAMELN. Kurz vor dem Schuljahresende hat die Theodor-Heuss-Realschule noch einmal ein großes und vor allem gutes Werk getan.

Neben dem Laufen konnten die Schüler erproben, was es heißt, 20 Liter Wasser aus einem Brunnen zu ziehen. FOTO: Michael Büssing/PR

Die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte haben die Laufschuhe anlässlich des alljährlichen Sportfestes geschnürt und sind Runde für Runde auf dem Sportplatz gelaufen, nachdem sie Sponsoren gefunden hatten, die einen freiwilligen und zuvor festgelegten Betrag pro Runde spenden wollten.

Wofür das Ganze? Die Schülerinnen und Schüler hatten im Unterricht und in Pausengesprächen einiges darüber erfahren, wie schwierig und entbehrungsreich das Leben in Gegenden mit wenig Trinkwasser ist.

Exemplarisch macht die Neven Subotic Stiftung darauf aufmerksam, dass Kinder in Äthiopien nicht zur Schule gehen können, weil sie jeden Tag bis zu sechs Kilometer durch unwegsames Gelände laufen müssen, um Wasser zu holen – und das häufig in 20 Liter schweren Kanistern.

Neven Subotic ist vielen Schülerinnen und Schülern als Fußballer bekannt, der in der 1. Bundesliga und in der serbischen Nationalmannschaft spielt. Er hat mit seiner Stiftung bereits mithilfe von Spendengeldern über 100 Brunnen in Äthiopien bauen lassen. Um sich in die Kinder in Äthiopien hineinzuversetzen, konnten die Schüler außer den gelaufenen Runden auch die beschwerliche Arbeit beim Wasserholen nachspüren: 60 Meter mit 20 Liter-Kanistern zurücklegen, also ein Prozent von dem, was die Kinder in Äthiopien jeden Tag laufen; weiterhin 20 Liter-Kanister 2,80 Meter über ein Torgestell ziehen (in Äthiopien müssen sie das Wasser 50 Meter aus dem Brunnen ziehen) und letztendlich sollten die Schülerinnen und Schüler auch einen Wasser-Hindernislauf bewerkstelligen, der das unwegsame Gelände in Äthiopien verdeutlichen sollte.

Im Laufe der Vorbereitung hatte sich eine Eigendynamik entwickelt, denn die Schülerinnen und Schüler wurden nicht nur von ihren Eltern gesponsert, sondern auch von ihren Lehrkräften. Auch untereinander wurde drauflos gesponsert. Und auch die Pädagogen standen dem in nichts nach und haben sich ebenfalls untereinander gesponsert, so dass ein Erlös in Höhe von 8026,75 Euro entstanden ist. Natürlich sind alle beteiligten Schüler dankbar und stolz über jeden einzelnen Euro, der hilft, das Leben der Menschen in Äthiopien lebenswerter zu machen.

Aber, auch die Theodor-Heuss-Realschule hat eine tolle Teambuilding-Erfahrung gemacht, nämlich, dass Gemeinschaft zusammenwachsen kann und dass das Gefühl, Gutes für andere zu tun, anspornt, Leistung zu bringen. So manches Mal sind die Schülerinnen und Schüler dabei über das Maß hinausgegangen, welches sie sonst schaffen, auch mit ihren Lehrkräften und einigen Eltern gemeinsam laufend. Und das Schöne dabei ist: Es hat allen riesig viel Spaß gemacht.PR



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