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Ein erster Blick auf die Pläne

Bad Münder. Erst die Predigt, dann der Sekt. Beim Neujahrsempfang der größten Kirchengemeinde in Bad Münder, der Petri-Pauli-Gemeinde, stießen gestern rund 90 Gäste auf ein glückliches Jahr 2015 an. Dass die Gemeinde in diesem Jahr ein ambitioniertes Vorhaben startet, war bereits im Vorfeld bekannt geworden. Beim Empfang wurde jetzt offiziell der Startschuss für das Vorhaben „Neubau des Petri-Pauli-Hauses“ gegeben.

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1,5 Millionen Euro – mit dieser Summe wird in der bisherigen Planung für den Gemeindehaus-Neubau operiert. Dass der notwendig ist, daran ließen Pastor Dietmar Adler und Kirchenvorstandsvorsitzende Margret Luther keinen Zweifel. „Wir bauen ein Haus, ein Petri-Pauli-Haus“, verkündete Adler mit großer Euphorie. Barrierefreiheit und geringer Energieverbrauch sind nur zwei der zentralen Faktoren, die der Neubau erfüllen soll. Beides trifft auf das aktuelle Gemeindehaus nicht zu. Ein Altbau über mehrere Etagen, ein Anbau aus den 70er Jahren, der nicht wärmegedämmt ist und in den es hereinregnet – Luther zeigte die Probleme auf und stellte deutlich heraus, dass Architekten des Amtes für Bau- und Kunstpflege den Flachbau als „abgängig“ eingestuft und den Abriss empfohlen hätten.

Dass die rund 4000 Mitglieder starke Gemeinde auch einen Teil der Neubaukosten übernehmen muss, wurde ebenfalls deutlich. Pastorin Barbara Daentzer stellte Pastor und Fundraising-Manager Robert Smietana vor, der bereits in anderen Gemeinden erfolgreich tätig war. Sein Ansatz: In Zeiten rückläufiger Mitgliederzahlen und Finanzen ist die Kirche immer mehr auf Unterstützung angewiesen, um ihre große Palette an sozialen, kulturellen und gemeinschaftsstiftenden Angeboten aufrecht zu erhalten. „Ich komme dazu, wenn andere anfangen zu träumen, Visionen haben“, erklärte er. Der Traum vom Petri-Pauli-Haus sei realisierbar, 400 000 bis 500 000 Euro müsste die Gemeinde aufbringen.

Verabschiedet wurde während des Empfangs die bisherige Vikarin der Gemeinde. Als Anne-Kathrin Lück hatte sie vor zweieinhalb Jahren ihr Vikariat in Bad Münder begonnen, verheiratet und mit Titel verlässt sie als Dr. Anne-Kathrin Pappert nun das Deister-Sünteltal, um am 31. Januar in der Gospelkirche Hannover von Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann zur Pastorin ordiniert zu werden. Ihr Dank ging an „die Petri-Paulis“, „ich habe das Glückslos mit der Gemeinde und dem Ort gezogen“, erklärte sie. Besonders herzlich hob sie Pastor Dietmar Adler heraus, der sie als Vikariatsleiter in den vergangenen Jahren intensiv begleitet hatte.

Adler berichtete beim Empfang, dass die Gemeinde ab Mitte April auch einen Nachfolger für den ausgeschiedenen Organisten Gordon Safari haben wird. Erstmals wurde eine Frau für die Kirchenmusik in Petri-Pauli gewonnen: Maraike Mahnke, Studentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, übernimmt die Aufgabe. Adler dankte den der Gemeinde verbundenen Musikern, die in der Zeit der Vakanz für Musik in Petri-Pauli sorgten.

Als Gäste des Empfangs gingen Bürgermeister Hartmut Büttner und Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah auf die Willkommenskultur ein, die im vergangenen Jahr in Bad Münder eine große Rolle gespielt habe und die auch eng mit der Kirchengemeinde verbunden sei. Vertreter anderer Kirchengemeinden, Pfarrer Bernhard Baumert für die katholische Gemeinde, überbrachten Grüße.

Gefeiert wird auch in diesem Jahr wieder in der Petri-Pauli-Gemeinde: im Juni das 25-jährige Bestehen de Kindergartens Arche Noah, im September das 60-jährige Bestehen des Posaunenchores.



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