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Philipp Schumann will etwas bewegen

Ein engagierter Weserstädter im Landesschülerrat

Hessisch Oldendorf (ah). Ein Hessisch Oldendorfer vertritt ab heute Schülerinnen und Schüler im Landesschülerrat Niedersachsen. Bei den in den Kreis- und Stadtschülerräten der vier Schulbezirke durchgeführten Neuwahlen wurde pro Bezirk je ein Mitglied für jede Schulform (für berufsbildende Schulen zwei) gewählt. Einer davon ist Philipp Schumann, der seit 2008 in der Kernstadt wohnt.

In seiner Freizeit engagiert sich der Hessisch Oldendorfer in de

1985 in Werdau in Sachsen geboren, zog Philipp Schumann 2002 nach Fuhlen und machte in Hessisch Oldendorf seinen Realschulabschluss. Seit Jahren singt er in der Band der evangelischen St. Mariengemeinde in Hessisch Oldendorf und engagiert sich in der kirchlichen Jugendarbeit. Ein Praktikum im Kinderheim Reseberg in Hameln weckte in ihm den Wunsch, Erzieher zu werden.

Seit 2008 absolviert Schumann an der Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln seine Ausbildung zum Erzieher. Zu Beginn des aktuellen Schuljahres wurde er zum Klassensprecher, kurz darauf zum Schülersprecher gewählt, der zugleich Mitglied im Schulvorstand ist. „Ich fungiere als Berater und Vermittler“, beschreibt er seine Aufgabe. Der 24-Jährige gehört zu den Organisatoren einer Nationalitätenwoche, bei der sich die Elisabeth-Selbert-Schüler besser kennenlernen sollen, und plant „Wunschboxen“ aufzustellen, um sich ein Bild machen zu können, wie Schüler sich ihre Schule wünschen.

Im Oktober wurde Philipp Schumann in den Kreisschülerrat gewählt. Er nahm danach an einem viertägigen Schülervertreterseminar in Berlin teil, bevor er für die Wahl in den Landesschülerrat kandidierte. Gerade für zwei Jahre in dieses Gremium gewählt, war er im Dezember bei der Schülerdemo der Bildungsinitiative „Hameln brennt“ vorne mit dabei. Kraft seines Amtes ist es ihm möglich, die Hameln-Pyrmonter Interessen in den Landtag und ins Kultusministerium zu tragen. Basis- und Öffentlichkeitsarbeit, politische und repräsentative Aufgaben warten laut Schumann auf die Mitglieder des Landesschülerrates, der höchsten gewählten Interessenvertretung der niedersächsischen Schülerschaft. Diese setzt sich mit Themen wie Zukunft und Ansprüche eines modernen Bildungssystems auseinander. Der Hessisch Oldendorfer hofft, dass sich eine gute Kommunikationsbasis zum Landtag entwickelt, da er sich vor allem durch politische Mitarbeit einbringen möchte. Aus Zeitgründen wird er aus dem Hameln-Pyrmonter Kreisschülerrat ausscheiden.

Philipp Schumann freut sich auf seine Arbeit im Landesschülerrat
  • Philipp Schumann freut sich auf seine Arbeit im Landesschülerrat.
Musik begeistert Philipp Schumann: Als Sänger gehört er zur Grup
  • Musik begeistert Philipp Schumann: Als Sänger gehört er zur Gruppe „Place of Abundance“, die im November in der „Grünen Mensa“ in Hessisch Oldendorf auftrat.

Heute konstituiert sich der 17. Landesschülerrat in Hannover, anschließend werden die 32 Mitglieder über gemeinsame Ziele diskutieren. Philipp Schumann freut sich auf sein neues Amt und betont: „Ich habe den Wunsch, als Vertreter der Schüler etwas zu bewegen.“ Wenn er während der Schulzeit seinen Pflichten nachkomme, werde er von der Schule freigestellt, erklärt er und ist dankbar für den Zuspruch seitens der Lehrer. „Ich bin stolz auf Philipp“, sagt Schulleiterin Gisela Grimme und fügt hinzu: „Philipp ist sehr engagiert, immer ansprechbar, und es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Als Schulsprecher an der Elisabeth-Selbert-Schule übe er durch die hohe Schülerfluktuation ein schweres Amt aus, es sei aber ein gutes Übungsfeld für politisches Agieren, so die Schulleiterin.

Damit die Schülerinnen und Schüler wissen, dass er ihr Sprachrohr ist, plant der angehende Erzieher, der schon mehrfach im Hessisch Oldendorfer Kindergarten Storchennest tätig war, sich bei größeren Schulveranstaltungen im Landkreis vorzustellen. Wichtig ist ihm, dass „auch die Schulen mit geringeren Schülerzahlen erfahren, dass sie wahrgenommen werden“. Im Hinterkopf hat er den Besuch des Schulzentrums in Hessisch Oldendorf, um zu signalisieren, dass er Ansprechpartner für Schüler aller Schulformen sein möchte, eben auch für Haupt- und Realschüler.

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