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Eine Stimmung wie im bayrischen Festzelt: 250 Herren feiern Männerabend im Brückentorsaal

Ein einziger Schlag - und schon fließt der Bock!

Rinteln (crs). Mit professioneller Unterstützung von der "Erdnuss" aus dem Kölner Karneval haben Rintelns Männer gestern Abend im Brückentorsaal zum zehnten Mal den Bockbieranstich gefeiert. Ein Ereignis, bei dem traditionell nur Herren erwünscht sind: "Die Bedienungen sind die einzigen weiblichen Wesen, die heute hier sein dürfen!",stellte Franz-Josef Stöckl vom Bockbier-Komitee klar, was eigentlich keiner Klarstellung bedarf.

Ein Schlag - und das Bockbier fließt: Routiniert hat der stellve

Denn feiern, das können die Männer auch ohne Frauen. Und singen, klatschen, jubeln, schunkeln, lachen: Von Beginn an herrschte im Saal eine ausgelassen-fröhliche Stimmung wie in bayrischen Festzelten. Und das quer durch die Bevölkerung: Außer etlichen Politikern waren auch eine Abordnung der "Feierwehr" und Fußballer vom SC Rinteln gekommen. Großen Anteil an der guten Stimmung trugen die Steigerwälder Musikanten mit ihrem wandlungsfähigen "Gaudi-Burschen Hans", der als bezaubernde, wenngleich etwas pummelige Biene Maja ebenso zu überzeugen wusste wie als skurriler Reporter Horst Schlämmer - dem Original Hape Kerkeling stand er bei seinem Auftritt in nichts nach. Mit dem "Anton aus Tirol" und dem obligatorischen "Hände zum Himmel" brachten die Steigerwälder die rund 250 Männer schon am früheren Abend derart in Stimmung, dass bereits lautstark der "Holzmichl" eingefordert wurde - und dabei war noch gar kein Bock geflossen. Die Vorfreude steigerte Stefan van den Eertwegh als Bockbier-Redner: Mit der "Erdnuss" hatten sich die Organisatoren diesmal keinen Politiker, sondern einen Büttenredner aus dem Kölner Karneval geholt. Eine gelungene Premiere: Bühnenerprobt, routiniert und gerne mal hart an der Gürtellinie nahm die Erdnuss in einem gespielten Witz nach dem anderen nicht nur Beamtenmentalität und Blondinen auf die Schippe, sondern wusste auch, warum in Rinteln die Schnecke ein Wettrennen gegen die Ziege gewinnt: "Im Rathaus von Rinteln kommst Du mit Meckern nicht weiter, hier musst Du kriechen!" Dann kam die große Stunde des stellvertretenden Bürgermeisters Karl Lange: Mit nur einem einzigen beherzten Schlag war das Fass angestochen. Darauf war Lange sichtlich stolz: "Ich weiß gar nicht, warum andere fünf Schläge brauchen!" Und so floss das süffige Bockbier in Strömen - und das von den Steigerwäldern rasch angestimmte "Prosit der Gemütlichkeit" dürfte den Rest des Abends nicht unwesentlich geprägt haben...



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