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Ein dreifach donnerndes „Süntel Alaaf!“

Klein Süntel. Samstagmorgen kurz nach Neun. Trotz strahlenden Sonnenscheins ist es bitterkalt. Von überall her strömen an diesem herrlichen Wintermorgen bunt gekleidete Narren zum Feuerwehrgerätehaus in Klein Süntel. Das Gitarren-Duo Stefan und Klaus aus Gronau stimmt karnevalstypische Gesänge an und die fidele Gemeinschaft bringt ein „dreifach donnerndes Süntel Alaaf!“ aus.

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„Wir wollen die vor vier Jahren eingeschlafene Tradition des ´Fastlgehens´ in unseren drei Orten Klein Süntel, Flegessen und Hasperde wieder auferstehen lassen. Der Brauch geht auf eine alte Bergmannstradition aus dem Ruhrgebiet zurück“, erklärt Rosi Koscholke. Die 57-jährige Heilpraktikerin hat das „Fastlgehen“zusammen mit drei anderen Karnevalsbegeisterten bereits zum zweiten Mal organisiert.

Koscholke dazu: „Das hatte im vergangenen Jahr eine so große Resonanz, deshalb machen wir´s diesmal wieder.“ Jeweils am Samstag vor Rosenmontag ziehen die bunt verkleideten Narren von Haus zu Haus und erbitten von den Einwohnern einige Gaben. „Würste, Kartoffelsalat, Geld, egal was“, so Stefan Zilius. Der 41-jährige Ingenieur hat sich in einen Ledermantel geworfen und mit Sombrero und Herzchenkrawatte ausstaffiert. „Die gesammelten Sachen werden dann auf unserer großen Feier am Abend in der Sporthalle in Flegessen verzehrt.“

Als Fahrer und Logistiker fungiert Rosis Ehemann Dieter, der in diesem Jahr als „Kreuzritter“ die Sammelaktion überwacht. „Das ist so ein bisschen wie Martinssingen für Erwachsene“, stellt Rosi Koscholke fest, und teilt die fünf Sammelgruppen ein. Dick verpackt macht sich auch Rebecca, die 1 1/2 jährige Tochter von Rosis Schwiegertochter Kati Koscholke zusammen mit der 21-jährigen Julia und ihrem Freund Christian in ihren Supermarkt-Hasenkostümen auf den Weg. Königsfrosch Volker Dennert, der sich auch nach einem Doppelkuss zweier Damen partout nicht in einen Prinzen verwandeln will, führt eine andere Sammelgruppe an. Die Hexe Susanne Panitz stürmt mit ihren Narren das Altenheim gleich nebenan. Die Senioren im Aufenthaltsraum sind gerührt, die Pflegerinnen danken mit reichlich Sekt und Würstchen. Und spätestens beim Schachtruf „Süüüüntel Alaaf!“ ist klar, in Klein Süntel sind die Narren los.hzs



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