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Morgen beginnen die Masterplan-Beratungen / Klinik-Geschäftsführer gibt Anregungen für höhere Attraktivität des Kurortes

Ein Bündel Ideen gegen den "strategischen Problemfall"

Bad Eilsen (tw). Jetzt geht's endlich los: Am Freitag, 10. und Samstag, 11. Oktober, werden ausgewählte Bad Eilser gemeinsam mit dem "Europäischen Tourismus Institut" (ETI) den Masterplan für den Kurort beraten. In dem zehnköpfigen Gremium ist auch die Bückeberg-Klinik vertreten. Deren Geschäftsführer Ralf Schönwald hat bereits einen ganzen Strauß voller Ideen ...

"Diese Ideen", betont Schönwald, "sind nicht allein auf meinem ,Mist' gewachsen. Vielmehr habe ich auch unsere Mitarbeiter und unsere Patienten gefragt, was an Bad Eilsen attraktiver werden muss." Denn eines sei klar: Kein Kurgast komme in die Klinik, weil der Kurort so schön ist. Der Geschäftsführer erinnert nur an den jüngsten Kurortvergleich, bei dem Bad Eilsen im Konzert der deutschen Bäder als "strategischer Problemfall" bezeichnet worden war. Das wüssten natürlich auch die Beleger der Bückeberg-Klinik. Noch einmal: Kurgäste kommen nicht von sich aus auf und nach Bad Eilsen. "Wir holen die Patienten mit einem Fahrdienst ab, für den wir im Jahr 220 000 Euro bezahlen", stellt der Geschäftsführer klar. Grundsätzlich begrüßt die Bückeberg-Klinik, "jede Maßnahme, die dazu geeignet ist, Bad Eilsen nach vorn zu bringen". Das indes sei oft auch mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen möglich. Schönwald hat dafür mehr als ein halbes Dutzend Beispiele parat. Im Einzelnen: Die Bahnhofstraße ist in den Abendstunden nur unzureichend beleuchtet; das muss sich ändern, am besten durch den Einsatz von Fotovoltaik auf den umliegenden Großgebäuden. Angesichts der hohen Verkehrsdichte auf der Bahnhofstraße fordern viele Mitarbeiter und vor allem auch (gehbehinderte) Patienten die Anlage eines Zebrastreifens. Auf der Wiesenstraße als Spielstraße darf nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Tatsächlich seien dort nicht selten Autos mit Tempo 50 unterwegs. Die Klinik drängt auf Maßnahmen, die das "Rasen" dort wie auch auf der Bahnhofstraße unterbinden. "Optische Schandflecke" wie die Ruinen von Schaumburg- und Weserbergland-Klinik müssen abgerissen werden. Die Altimmobilien der DRV mit Front zur Bahnhofstraße brauchen einen frischen Anstrich. Die Wanderwege in der Samtgemeinde sind in einem erbarmungswürdigen Zustand. Sie müssen dringend saniert und besser beschildert werden. Die Hinweisschilder im Kurort selbst sind vielfach verdreckt und nur schwer lesbar. Das gilt besonders für den "Schilderbaum" an der Kreuzung von Bückeburger Straße und Bahnhofstraße. Bad Eilsen ist an den Umgehungsstraßen schlecht ausgeschildert. Deswegen finden Gäste ohne Navigationsgerät im Auto den Kurort oft nicht auf Anhieb. Bad Eilsen ist ab 18 Uhr mit dem Bus schlecht zu erreichen. Gleiches gilt in den Abendstunden für das Fortkommen aus dem Kurort. Die Anbindung ans Umland muss verbessert werden. "Sehr gut", so Schönwald abschließend, "ist dagegen, dass die Gemeinde für den Besuch des Kurparks keinen Eintritt nimmt."




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