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DRK-Kita Neue Straße mit etwas anderem Eltern-Programm: Schatzsuche für das seelische Wohlbefinden

„Ein bisschen wie Wellness – oder wie eine Selbsthilfegruppe“

EMMERTHAL. In der DRK-Kita Neue Straße in Emmerthal gab es ein etwas anderes Elternprogramm.

Betitelt wurde es von den Teilnehmern liebevoll-ironisch als: „Ein bisschen wie Wellness – oder wie eine Selbsthilfegruppe“.

Gestartet haben im Oktober 13 Elternteile, die sich auf „Schatzsuche-Förderung für das seelische Wohlbefinden“ ihres Kindes begeben wollten. Eine Reise, die über sechs Treffen von jeweils zweieinhalb Stunden gehen sollte. Sollte ..., denn die Eltern waren so engagiert, voller Ideen und Spaß am Austausch, dass es meist doch etwas länger dauerte.

„Die Schatzsuche ist ein Eltern-Programm für Kindertagesstätten und wurde von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG) entwickelt. Das Programm folgt einem ressourcenorientierten Ansatz. Die Aufmerksamkeit der Erwachsenen richtet sich auf die Stärken und Schutzfaktoren der Kinder. Durch Stärkung der Resilienz wird das seelische Wohlbefinden gefördert. Das Bild einer abenteuerlichen Schatzsuche ist der rote Faden des Eltern-Programms. Mütter, Väter oder andere Bezugspersonen begeben sich als Expert*innen ihrer Kinder auf eine Reise. Sie entdecken Stärken und heben Schätze, die in den Kindern schlummern.“

(Nähere Infos unter: http://www.schatzsuche-kita.de/)

Mit zwei zertifizierten Fachkräften der Kita, Ute Schramm und Anja Kleinekorte, gingen alle Teilnehmer gemeinsam auf Schatzsuche. „Das Besondere an diesem Programm ist, dass es eine tolle Atmosphäre schafft und Eltern bei ihren Erziehungsstrategien motiviert. Bei den Treffen gibt es einen festen Rahmen: Einstiegs-, Pausen- und Abschlussrituale. Innerhalb dieses Rahmens wird mit kreativen Methoden und hochwertigen, praxisnahen und bildhaften Materialien aus dem dazugehörigen Medienpaket gemeinsam diskutiert, erarbeitet und ausgetauscht.

Die Schatzsuche beginnt mit dem Kennenlernen und gemeinsam anfangen Einführung ins Thema Resilienz und Schutzfaktoren.

Die Spurensuche meint, die Entwicklung von Kindern verstehen zu wollen, Entwicklungsaufgaben von Kindern, Ressourcen und Entwicklungschancen zu erkennen und zu nutzen. Dazu gibt es eine Kiste voller Gefühle: Wahrnehmung und Empathie, eigene Gefühle und Gefühle von anderen werden wahrgenommen. Eine freundliche Streitkultur und ein respektvolles Miteinander werden erlernt. Als Wegweiser dienen Familienrituale, Freiräume für Eigenes und Gemeinsames. Und als große und kleine Schätze gelten Unterstützungsangebote, Reflexion der gemeinsamen Reise, Angebote aus dem Stadtteil kennenlernen.

„Wir haben gemerkt, wir sind gar nicht so alleine mit unseren Problemen und es hat einfach klick gemacht, wir haben gemerkt, dass man dies für uns vorher schlechten Verhaltensweisen der Kinder eigentlich Schätze sind und Schutzfaktoren für ihr Leben bergen“, meinte ein Teilnehmer. „Danke für die tollen Treffen, können wir uns bei dem nächsten Durchgang wieder anmelden?“, lautete eine Rückmeldung.

Ein großes Dankeschön gibt es auch von Seiten der Verantwortlichen an alle Teilnehmern für ihre Offenheit und Motivation, an ihrem Leben teilhaben zu lassen.




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