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Feierstunde zum Jubiläum: 30 Jahre Schüleraustausch AEG-Paris

Ein bewegendes Kapitel

HAMELN. Vor 30 Jahre startete am Albert-Einstein-Gymnasium der deutsch-französische Schüleraustausch und seit 20 Jahren gibt es Betriebspraktika mit der Partnerschule Fénelon Sainte-Marie La Plaine Monceau in Paris.

Autor:

Cord Wilhelm Kiel

Anlässlich dieser runden Geburtstage – zu denen noch das 150-jährige Bestehen des College Fénelon dazu kommt – gab es eine Feierstunde in der Aula des AEG.

Unter dem Titel „Deutsch-französische Freundschaft – ein langes und bewegendes Kapitel“ blickte die kommissarische AEG-Schulleiterin Bettina Schröder-Brautlecht nicht nur auf die Schulpartnerschaft, sondern auch auf den Elysee-Vertrag und die Baumeister der europäischen Einigung, Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, zurück.

„Nach langen Jahren der Kriege und der Feindschaft, einer wahrlich wechselhaften Geschichte haben wir nun schon lange nicht nur Frieden, sondern eine privilegierte Partnerschaft und Freundschaft zwischen unseren Ländern. Ich denke, dass man das gar nicht hoch genug schätzen kann.“ Schröder-Brautlecht dankte François Combescure und Wolfgang Weber für die Vertragsschließung und die wohlwollende Begleitung der Aktivitäten zwischen dem groupe scolaire Fénelon in Paris und dem Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln.

„Initiator des Ganzen und aufopfernder und auch durchaus hartnäckiger Begleiter war allerdings OStR i. R. Rainer Dannenberg“, bekräftigte die stellvertretende Schulleiterin, die selbst Französisch unterrichtet. Weitere verdiente Mitstreiter und Organisatoren der drei Austausche waren auf französischer Seite Christine Hoppenot (1989/90), Nicole Pelletier (1992-2001), Christelle Ruanlt (2001-2004), Sylvie Hamon (2004-2009), Laurence Panthier (ab 2009), Hélène Walker und Camille Refour. Vor allen Dingen wurde die beim Festakt anwesende und als Übersetzerin tätige Catherine Bourgeon-Damour als maßgebliche Pädagogin auf französischer Seite mit großem Applaus bedacht. Auf deutscher Seite sind in verantwortlicher Funktion nach Rainer Dannenberg auch Arno Krebbel und Karin Hänel zu nennen, die den Austausch aktuell betreut. Seit drei Jahren erhält auch das Vikilu, das durch Schulleiter Michael Glaubitz und Koordinator Sönke Koß beim Festakt vertreten war, Austauschschüler vom College Fenelon.

Oberbürgermeister Claudio Griese sprach seinen Dank an die beteiligten Schulen aus und betonte: „Beide Länder – Deutschland und Frankreich – gehören zusammen“. Griese verwies auf die inzwischen auch 50-jährige Partnerschaft der Rattenfängerstadt mit dem französischen St.-Maur, die 2018 gefeiert wurde – „in dem Jahr, in dem der Erste Weltkrieg 100 Jahre beendet war“. Ebenso verwies er auf Hugenotten, die vor 300 Jahren nach Hameln gekommen waren und deren nachfahren noch heute hier leben. Dies zeige, dass es Wanderungen schon immer gegeben hat.

„Seit 1989 sind jährlich etwa 25 französische Achtklässler zu uns nach Hameln gekommen, und 25 unserer Achtklässler sind nach Paris gereist. Das sind insgesamt 30 mal 25 mal 2, also 1500 junge Leute, die nicht nur über die deutsch-französische Freundschaft geredet, sondern diese Freundschaft gelebt haben und sie oftmals immer noch leben“, bilanzierte Arno Krebbel.

AEG-Schüler berichteten vom aktuellen Austausch, gemeinsam wurden die deutsche und die französische Nationalhymne gesungen. Die Deutsch-Französische Gesellschaft mit einem Sketch, der „Directeur générale“ des College Fénelon, François Combescure mit einer Videobotschaft („wichtig ist, dass an meiner Schule neben Englisch und Spanisch auch Deutsch weiterhin gelernt wird“) sowie Filmeinspielungen mit Passantenbefragungen über die Kenntnis der Hymne des jeweils anderes Landes rundeten einen sehr gelungenen Abend, der seine Fortsetzung in einem leckeren Büffet und vielen Gesprächen fand, ab.




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