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Ein Besuch beim Musikschulkurs für kleine Trompeter

BAD MÜNDER. Was vor einigen Monaten als lautes Tuten begonnen hatte, das hat jetzt Gestalt angenommen. „Wir können zusammen jetzt schon richtige kleine Stücke spielen“, sagt Trompetenlehrer Roman Plaskov.

Am 2. Juni zeigen Christopher Alexander (v.l.), Lili und Ahmed Alali bei einem Konzert, was sie schon alles gelernt haben. Foto: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Der 55-jährige Musikpädagoge aus Kirgistan unterrichtet derzeit drei Trompetengruppen der Jugendmusikschule. „Wir haben jetzt 17 Kinder in der Gruppe“, erläutert Musikschulleiter Lei Zhang. Sie sind nach Alter und Schwierigkeitsgrad differenziert. Einige der sechs- bis zehnjährigen Grundschüler spielen bereits seit über einem Jahr Trompete.

„Das Verhältnis Mädchen und Jungen beträgt jeweils 50 Prozent“, sagt Zhang, der die Musikschule seit 2015 leitet. Bildungsbenachteiligte und Migrantenkinder machten dabei etwa 60 Prozent aus.

„Eine vierte Gruppe ist im Aufbau. Alle Kinder kommen aus der Grundschule Bad Münder“, so der Musikschulleiter, der sich über eine gesicherte Förderung des Projektes freut. „Zum einen bekommen wir Mittel aus dem Programm ‚Kultur macht stark‘ des Bundesministeriums für Kultur und Wissenschaft, zum anderen Förderung durch den Verband deutscher Musikschulen (VDM)“, sagt Zhang.

Das Programm, das sich an alle Kinder wendet, die sich fürs Trompetespielen interessieren, ist somit auch in Zukunft gesichert.

Zhang und seine Musiklehrer bekommen eine jährliche Unterstützung in Höhe von etwa 13 000 bis 14 000 Euro. „Die Mittel des VDM laufen für die nächsten drei bis fünf Jahre und kommen hauptsächlich den Lehrerinnen und Lehrern zugute, die außer ihrem Unterricht auch noch viele andere Aufgaben bewältigen müssen. Wir sorgen dadurch für den Bläsernachwuchs in der Region“, fügt er hinzu und bestätigt, dass die Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Münder ebenfalls weiterläuft.

Grundschulrektor Christoph Schieb begrüßt, dass die Musikschule auch aus eigenen Mitteln den Fortbestand der Trompeterkurse sichert. „Aus eigener Tasche haben wir zwischen 5000 und 6000 Euro aufgebracht und in Instrumente investiert“, sagt Zhang. Schieb ist froh, dass durch die finanziellen Rahmenbedingungen der Unterricht für die kommenden Jahre gesichert ist, denn: „Das Interesse der Eltern und der Schüler ist sehr groß.“ Und so zeigen Ahmed Alali, Melina, Lili mit der Minitrompete und Christopher Alexander aus Bakede zusammen mit Lea Becker aus Nettelrede, dass sie die Trompetentöne schon ganz toll beherrschen. „Am 2. Juni geben wir ein Konzert“, kündigt Roman Plaskov an. „Dann zeigen wir beim Aktionstag ‚Kinder haben Rechte‘ in der Grundschule, was wir schon alles drauf haben.“



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