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Präsident des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge zu Besuch

"Ein Band zwischen den Völkern"

Stadthagen (jcp). Das "Goldene Buch" der Stadt ist um einen Eintrag reicher. Einer Einladung des Schaumburger SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy folgend hat der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Reinhard Führer, Stadthagen besucht - und dabei auch Gelegenheit zur Diskussion mit Schülern der Haupt- und Realschule Am Schlosspark gehabt.

Bürgermeister Bernd Hellmann und Sebastian Edathy freuen sich üb

Neue Schwerpunkte der Arbeit des Volksbundes seien nach dem Fall des "eisernen Vorhangs" Russland und Osteuropa, erklärte Führer nach dem Eintrag ins Goldene Buch im Rathaus. "Die Zusammenarbeit mit den Menschen in diesen Ländern funktioniert sehr gut. Für mich ist der Frieden ein Band zwischen den Völkern, und die Arbeit des Volksbundes webt neue Fäden, um dieses Band zu stärken." Besonders positiv hob Führer hervor, dass "bei uns", im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, die Kriegsgräberfürsorge nicht Sache des Staates ist. "Durch Arbeit wie Eure wird die Bedeutung des Friedens immer wieder neuen Generationen vor Augen geführt, indem sie sich an die Schrecken des Krieges erinnert", sagte Führer und wandte sich dabei an die anwesenden Schüler und Lehrer der Schule am Schlosspark. Gökhan Dayan hat wie die anderen in seiner Klasse schon für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Nadezda Folz und Jessica Maiwald sind im Wahlpflichtkurs "Arbeit für den Frieden" unter der Leitung von Lehrerin Karola Koller. "Zahlen und Fakten sind meist nicht so erschütternd wie einzelne Opfergeschichten", sagte Jessica, die für den Kurs ihre Großeltern nach dem Zweiten Weltkrieg befragt hat. "Wenn ich an so einem Grab stehe, wird mir erst klar, was das eigentlich heißt", meinte Nadezda. "Dass da einer liegt, den sie erschossen haben, als er vielleicht ein Jahrälter war als ich."



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