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Ein absurder Vorschlag

Zu: „Tage der ,Gorch Fock‘ als Segelschulschiff gezählt?“, vom 22. Januar

Was ist dem Kapitän zur See der „Gorch Fock“, Schatz, denn vorzuwerfen? Dass er versuchte, sein Schiff zu manövrieren und eine gewisse Bordroutine aufrechtzuerhalten? Die Besatzung hat er sich nicht ausgesucht, das kann man im Vorfeld an Organisationsmängeln und fehlerhaften Auswahlkriterien festmachen. In diesem Punkt hat die Mutter der verunglückten Sarah vollkommen recht. Ob unmittelbar nach dem Unglück eine Feier an Bord angemessen war, ist ebenfalls sehr fragwürdig. Natürlich ist der Umgangston an Bord aller Schiffe etwas gewöhnungsbedürftig. Unbequem ist es, und die totale Intimsphäre ist auch nicht gegeben. Richtig ausschlafen kann man selten, und die Arbeit ist mitunter gefährlich. Die Arbeit in der Takelage war freiwillig, wer sich unsicher fühlte, musste nicht auf die Fußpferde der Rahen steigen. Praktische Seemannschaft, Teamwork, Navigation, Wetterkunde und anderes ist auf einem Segelschiff immer noch am besten zu vermitteln, besonders für spätere Führungskräfte. Das Schiff ist auch nach über 50 Jahren noch voll funktionstüchtig. Es wegen äußerer Strukturmängel jetzt dauerhaft „an die Kette zu legen“, ist ein absurder Vorschlag.

Walter Wilhelms, Hameln



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