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Bisherige Gasteltern brauchen Pause / Meldeschluss 15. Januar

Eile ist geboten: Plätze für zwölf Swonez-Kinder gesucht!

Eilsen (sig). Der Einsatz der Eilser Tschnernobyl-Arbeitsgemeinschaft ist im Laufe von 16 Jahren nicht erlahmt. Dank Friedrich Winkelhake und seinem engagierten Team haben im Laufe von 16 Jahren bereits 260 Kinder aus Weißrussland unvergessliche Ferientage im Schaumburger Land verbracht.

Friedrich Winkelhake

"Es ist schwerer geworden, immer wieder ausreichend Gastgeber zu gewinnen", sagt der Sprecher der AG. Das liegt vor allem daran, dass die seit vielen Jahren engagierten Familien mal eine Pause einlegen möchten. Für sie muss jetzt Ersatz gefunden werden. Und das ist unter anderem deshalb schwieriger geworden, weil in vielen Familien beide Elternteile arbeiten, nicht selten sogar ganztags. Aber es ist auch notwendig, immer wieder an das Unglück von Tschernobyl zu erinnern und an seine schlimmen Folgen, die längst nicht ausgestanden sind. Winkelhake hofft, in Nachbargemeinden neue Gastgeber und Sponsoren zu finden. In Zusammenarbeit mit der Kirche sollten zu diesem Zweck Informationsveranstaltungen abgehalten werden. Solche Vorträge könnten zum Beispiel in den Kirchengemeinden Steinbergen, Kleinenbremen, Petzen und bei der Freien evangelischen Gemeinde Bad Eilsen gehalten werden. Viel Zeit für die Meldung der freien Plätze ist nicht mehr. Es muss schnell gehandelt werden; der letzte Tag ist der 15. Januar. Zwölf Jungen und Mädchen möchte man schon im kommenden Sommer aufnehmen. Immer sind es Kinder aus einem tristen Dasein mit wenig Lebensqualität, die einige Wochen lang tief durchatmen und sich erholen können. Wenn dieser Zeitraum zu lang sei, könne man die weißrussischen Schulkinder vielleicht am Anfang für eine Woche im JBF-Zentrum auf dem Bückeberg oder im Naturfreundehaus im Schneegrund bei Rohden unterbringen, lautet ein Vorschlag von Winkelhake. Darüber hinaus sucht die Eilser Arbeitsgemeinschaft weiterhin Paten für Familien mit krebskranken Kindern. Das sind Familien, in denen das Geld nicht einmal für eine gesunde Nahrung reicht, geschweige denn für die zur Behandlung erforderlichen Medikamente. Bislang ist es gelungen, 14 solche Paten zu finden. "Es reicht schon, wenn zweimal im Jahr 50 Euro gespendet werden und dem schwerkranken Kind zum Geburtstag und zu Weihnachten eine kleine Freude bereitet wird", versichert Winkelhake. Am Sonnabend vor dem dritten Advent soll es im Eilser Kursaal wieder ein Benefiz-Konzert des Blasorchesters "Bückeburger Jäger" geben. Der Erlös wird zum Wohle des Patendorfes Swonez und der dort lebenden ärmsten Menschen verwendet.

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