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Ärger über ungepflegtes Grundstück

Eigentümer setzt sich bei der Stadt in die Nesseln

Rodenberg (bab). Das Gelände an der Ecke Masch/Maschwiese hat sich zum Ärgernis der Anwohner entwickelt. Die Besitzer der nicht bebauten Grundstücke haben sich um das Areal nicht gekümmert und es verkrauten lassen. Nachdem sich jetzt öffentlicher Druck aufgebaut hat, will der Besitzer das Grundstück pflegen lassen.

Ratsherr Peter Friedrichkeit (SPD), der auch in der Nähe wohnt, hat sich die Klagen über das verwilderte Grundstück inzwischen lange genug angehört. Bei der letzten Sitzung des Bauausschusses des Rates der Stadt Rodenberg hat Friedrichkeit die Verwaltung gebeten, die Besitzer auf ihre Pflichten hinzuweisen, damit der Zustand dort behoben wird. Die Brennnesseln wuchern inzwischen so hoch, dass sie komplett über den Bürgersteig an der Maschwiese hängen. "Wegen der hohen Brennnesseln können die Fußgänger hier nicht einmal mehr langgehen", sagt Nachbar Wilhelm Kaune, dessen Grundstück direkt an das verwilderte Gelände grenzt. Spaziergänger sind gezwungen, die Straßenseite zu wechseln, wenn sie einen sicheren Bürgersteig benutzen wollen. Kaune, der am Rand der Fläche immer mal gemäht oder Kraut gejätet hat, sieht es nicht mehr ein. Friedrichkeit sagt, an der Masch hingen die Büsche bis auf die Fahrbahn. Die Besitzer einer Firma aus Hildesheim hätten sich "dumm gestellt", wenn sie darauf angesprochen worden seien, so Kaune. Mit der Auftragsvergabe an das Unternehmen haben sich die Eigentümer endgültig in die Nesseln gesetzt, denn nun ist die Stadt tätig geworden, wie Ingo Heuser vom Ordnungsamt bestätigt. Das Amt habe die Besitzer aufgefordert, das Gelände in Ordnung zu bringen. "Das wird diese Woche gemacht", verspricht Victor Hergdt, einer der beiden Eigentümer. Er gibt an, das Grundstück gehöre ihm und seinem Partner von der Baufirma "Stein auf Stein" in Hildesheim. Das Schild, das Bauinteressenten für den Kauf eines Grundstücks werben soll, ist inzwischen umgefallen und ebenfalls zugewuchert. Darauf wird als Ansprechpartner eine Firma "V&S" angegeben. Die sei für die Bauausführung tätig, so Hergdt. Der Eigentümer sei verpflichtet, sich um das Grundstück zu kümmern und Gehwege, Gossen und Gullys von Unrat frei zu halten, sagt Heuser. Auch um den Winterdienst müsse er sich kümmern. Wenn die Besitzer nicht vor Ort seien, müsste ein entsprechendes Unternehmen mit der Pflege beauftragt werden. Obwohl dies auch Hergdt mitgeteilt wurde, ist er um eine Ausrede für die Untätigkeit nicht verlegen. "Weil ja nichts passiert ist mit dem ,Grünen Baum'", gibt er an. Im Sommer sei nicht abzusehen gewesen, was mit dem angrenzenden Gelände des ehemaligen Restaurants geschehen wird und inwieweit es das Bauland an der Ecke Masch/Maschwiese betreffe. Hergdt gibt aber an, jetzt Abhilfe zu schaffen. Er erhofft sich durch den Abriss des "Grünen Baums" und die Neuordnung des dortigen Geländes auch eine Chance zur besseren Vermarktung der drei Baugrundstücke auf seinem Grund. Die Ruine des Restaurants sei dem Verkauf des angrenzenden Baulands jedenfalls nicht zuträglichen gewesen.




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