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Mini-Dampfloks als Besuchermagnet der Lauenauer Wirtschaftsschau / Bahnhof-Nachbau erst Stunden zuvor beendet

Ei, Ei, Ei - und bald ist Ostern: Schoko-Eier im Modellzug

Lauenau (nah). Es qualmt und zischt in den Ausstellungsräumen im Lauenauer Gewerbepark. Doch es sind nur kleine Loks in H0-Größe, die den Dampf und die fast schon vergessen geglaubten Geräusche ausstoßen. Noch lieber wäre es Hans-Werner Miek gewesen, wenn das große "Fünf Zoll"-Modell sich hätte in Bewegung setzen können. Doch für die mächtige Zugmaschine, die komplett von Hand angefertigt worden ist, stand nur ein kurzes Schienenstück zur Verfügung. Und schon aus Brandschutzgründen hätte gar kein Feuer im großen Kessel entfacht werden dürfen.

Gerade rechtzeitig fertig geworden: Werner Rabi und der maßstabs

Dafür kam Miek regelrecht "in Fahrt", als mit dem Auftakt der Wirtschaftsschau auch die Besucher in die lange Halle strömten. Über tausend Menschen haben an den drei Lauenauer Messetagen auch Zeit für einen Blick auf Modellanlagen und lange Bild- und Dokumentreihen zur regionalen Eisenbahngeschichte gefunden. Der Vorsitzende der "Eisenbahnfreunde Sünteltalbahn", die sich als Gruppe im örtlichen Heimat- und Museumsverein gefunden hat, staunte über das Interesse: "Mit so vielen Besuchern habe ich nun wirklich nicht gerechnet." Aber Miek und dessen derzeit zwölf Freunde im Alter zwischen 16 und 83 Jahren sorgten hier nicht allein für Aufmerksamkeit. Mit eigenen Anlagen dabei waren auch die Stadtschule Rodenberg, die Eisenbahnfreunde Schaumburg-Deister und die "Dampfeisenbahn Weserbergland" (DEW). Zwei besondere Blickfänge beherrschten die Szenerie: ein Original-Kilometerstein von der alten Strecke durch das Sünteltal sowie der erst Stunden vor der Schau fertig gestellte Nachbau des Lauenauer Bahnhofgebäudes. Der 57-jährige Werner Rabi hat das Miniatur-Gebäude in den vergangenen Wochen erstellt. Dank noch vorhandener historischer Bauzeichnungen konnte über ein Computerprogramm eine maßstabsgerechte kleine Version folgen. Der gelernte Konstrukteur streicht zufrieden über sein Werk: Lieferschwierigkeiten hatten die pünktliche Fertigstellung bis zuletzt gefährdet. Vor allem die Dachplatten bereitet Probleme: "Aber es mussten die richtigen Pfannen sein", wollte Rabi selber bei seinem Werk keinen Kompromiss zulassen. Schon hat er sich neue Herausforderungen gesetzt. Das Lauenauer und auch das Messenkämper Dienstgebäude will er nun für die N-Spur bauen. Diese sind für eine Modulanlage vorgesehen, die den historischen Streckenverlauf durch beide Gemarkungen nachbilden möchte. "Aber bis dahin dauert es noch eine Weile", räumt Miek ein. Denn die Hobbyeisenbahner finden nicht nur Zeit für den Modellbau. Die ganze hiesige Eisenbahngeschichte interessiert sie nicht minder. So konnten verblüffte Besucher zahllose historische Fotos von Loks und Waggons, Gebäuden und Unfällen studieren. Die Kinder zog es indes eher zu den Zügen - und einer davon transportierte in seinen Anhängern doch tatsächlich Schokoladeneier.



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