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Runrig rocken vor 3000 Fans die AWD-Hall / Die „Riggies“ feiern ihre Helden

E-Gitarre, Young-Midi-Pipes, Dudelsack bilden eine musikalische Einheit

Die Mischung macht’s: Man nehme eine wohldosierte Prise Rockmusik und mixe sie mit historischen Songs und Texten in schottischer und gälischer Sprache – fertig ist das Erfolgrezept, mit dem Runrig seit 39 Jahren weltweit die Massen begeistert.

Insbesondere in Deutschland kann die Band auf eine stetig wachsende Fangemeinde zurückgreifen – die sogenannten „Riggies“, die auch in der Landeshauptstadt erneut zahlreich und textsicher vertreten waren.

Passend zum Opener „The Stamping Ground“ läuft auf einer Videoleinwand im Hintergrund ein Video von den Highlands, die auch als Vorlage anderer Runrig-Songs, unter anderem „Loch Lomond“ dienten.

Tosender Applaus, als Gitarrist Malcolm Jones die ersten Töne des Liedes anstimmt und kurze Zeit später Sänger Bruce Guthro, zusammen mit Bassist und Gründungsmitglied Rory MacDonald, den Song in gälischer und englischer Sprache singt.

Rory Mac Donald ist es auch, der zusammen mit seinem Bruder Calum den größten Teil der Songs schreibt und textet. „April Comes To The New Grass On The Hills Of Gold“ – mit viel Gefühl singt Guthro die ersten Textzeilen über die schottische Hochebene. Guthro ist zwar Kanadier, stammt aber aus Nova Scotia, wo auch gälisch gesprochen wird – die schottische Einheit bleibt also gewahrt.

„The Message“ erklingt – Malcolm Jones entlockt dem Midi-Bagpipe (kleiner Dudelsack) Töne, die den Erst-Besucher eines Runrig-Konzerts doch mächtig ins Staunen versetzt.

Schon hier wird deutlich, dass alle sechs Bandmitglieder mehr oder weniger Multi-Instrumentalisten sind – jeder kann jeden vertreten – was die Band zu einem Live-Phänomen macht. Da wird Keyboarder Brian Hurren mal schnell bei „The Greatest Flame“ zum Leadsänger, Gitarrist Malcolm Jones spielt Flöte, Dudelsack, Young Midi-Pipes, während sich Perkussionist Calum Mac Donald während der Show gleich mehrmals die Trommel umhängt.

„Protect And Survive“ wird zum Wettsingen zwischen Bühnen-Akteuren und den Fans, bei „An Sabhal Aig Neill“ steht das Sextett komplett am Bühnenrand und performt nur mit Akustik-Gitarren und Trommeln, während wenig später Rory Mac Donald gefühlvoll die in gälischer Sprache gesungene Ballade „Abhainn An T-Sluaigh“ ins Mikro haucht.

Das Publikum singt und schunkelt sich durch das Programm – im Zugaben-Teil natürlich „Loch Lomond“, ihr erster Nr.-1-Hit in Schottland, den sogar schon Rod Stewart mit der Gruppe gesungen hat.

2013 feiern Runrig ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum – the show must go on – wir sind sicher: Das wird sie.

Malcolm Jones mit seinem Midi Bagpipe bei „The Message“,

Sänger Bruce Guthro sorgte mit seiner charismatischen Stimme für Gänsehaut-Feeling unter den Fans.




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