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Roland Oster schreibt Buchüber die Luftrettung / Mitarbeiter des Hubschraubermuseums

Effektiver Rettungshubschrauber fasziniert

Bückeburg (bus). "Schon als Jugendlicher habe ich mich mit der Luftfahrt beschäftigt und früh begonnen, Flugzeuge und insbesondere Hubschrauber zu fotografieren", sagt Roland Oster. Das Interesse "an allem was fliegt" sowie Tätigkeiten bei der DLRG und dem Arbeiter Samariter Bund führten nahezu zwangsläufig zu ersten Begegnungen mit Rettern, die aus der Luft kamen. "Beimehreren Einsätzen mit einem Rettungshubschrauber faszinierte mich die Effektivität dieses seinerzeit neuen Rettungsmittels", berichtet der heute 61-Jährige. Jetzt hat der aus dem Hunsrück stammende Experte sein enormes Fachwissen in einem Buch mit dem Titel "Luftrettung" gebündelt.

"Aus der Luft gerettet werden muss immer dann, wenn es wirklich um jede Sekunde geht oder ein Unglücksort auf konventionelle Weise nicht erreicht werden kann", erläutert der Luftfahrt-Journalist. Oster wohnt seit geraumer Zeit in Bückeburg und ist seit mehr als zwei Jahrzehnten Mitglied des Hubschrauberzentrums; seit April dieses Jahres kümmert er sich gemeinsam mit anderen Mitarbeitern um die Digitalisierung des Archivs im Hubschraubermuseum. Dabei kommen dem "gelernten" Elektroinstallateur, der später als Planer für Fernmeldenetze der Bundespost verantwortlich zeichnete, umfangreiche in der Praxis erworbene Erfahrungen und eine eigene Sammlung zugute. Für das Buch erwies es sich von Vorteil, dass Oster ein Mensch von durchaus akribischer und besonnener Natur ist, der auch in "kniffligen" Situationen Ruhe bewahrt - was der Veröffentlichung zu teilweise atemberaubenden Fotoaufnahmen verhalf. "Luftrettung" präsentiert auf mehr als 200 Seiten einen Überblick über das Luftrettungswesen in Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Italien (Südtirol) und Deutschland. Die in 14 Kapitel gegliederte Publikation gibt umfassende Antworten auf die Fragen Was ist Luftrettung?, Wem gehören die Hubschrauber?, Wer darf einen Rettungshubschrauber anfordern?, Wo sind Rettungshubschrauber stationiert?, Woher kommt das Personal auf den Rettungshubschraubern?, Welche Hubschraubertypen werden eingesetzt? und Wer holt verunglückte und erkrankte Urlauber aus dem Ausland nach Hause?. Darüber hinaus vermittelt sie einen bis zu den Anfängen der Fliegerei reichenden allgemeinen Überblick über die Luftfahrt. Als besonders lesenswert erweist sich das vierte Kapitel, das Hubschraubereinsätze im Hochgebirge zum Inhalt hat: "Im Sommer 2000 ist ein Bergwanderer im ,Rosengarten' in den Dolomiten auf eine Eisrinne getreten und in eine Schlucht gestürzt. Der Hubschrauber fliegt auf die Felswand zu. Die Unfallstelle ist jedoch so nahe am Felsen, dass keine direkte Rettung mit der Winde möglich ist. Notarzt und Flugretter werden mit der Winde in der Nähe des Verletzten abgesetzt, der Hubschrauber landet oberhalb der Unfallstelle auf einem freien Platz. Nach der Befestigung eines Fixtaus steigt er langsam senkrecht nach oben, wobei der Pilot ständig den Abstand zur Felswand im Auge behalten muss. Als Flugretter und Notarzt sich und den Verletzten am Fixtau eingehängt haben, zieht der Pilot die Maschine rückwärts von der Felswand wegund fliegt ins Tal." Bezugsquelle: "Luftrettung" ist im Motorbuch Verlag (Postfach 103743, 70032 Stuttgart, ISBN 978-3-613-02846-3) erschienen. Weitere Informationen über Roland Oster im Internet unter der Adresse www.aviationpicture.de




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