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Zweigleisigkeit der Fusion vorgezogen

Eckermann rettet Sozialverband Pohle-Lauenau

Pohle/Lauenau (nah). Die Ortsgruppe Pohle-Lauenau im Sozialverband Deutschland (SoVD) hat ihre Auflösung abwenden können. In einer außerordentlichen Versammlung wählten die Mitglieder den Feggendorfer Aloys Eckermann zu ihrem Vorsitzenden: Der 71-Jährige leitet bereits die SoVD-Gemeinschaft in seinem Heimatort. Die Doppelbelastung nimmt er hin: "Eine Fusion kommt für mich nicht infrage."

Hinter den 130 Mitgliedern aus Lauenau, Pohle, Messenkamp und Altenhagen II liegt eine schwierige Phase. Im März hatte die seit zehn Jahren amtierende Vorsitzende Thea Look aus gesundheitlichen Gründen ihren Rücktritt erklärt. Mit ihr wollten auch andere Verantwortliche im Vorstand ausscheiden. Doch niemand fand sich für eine Nachfolge. Daraufhin setzte Kreisvorsitzender Helmut Laux eine Frist: Würde sich bis zum Juni keine personelle Lösung finden lassen, drohe die Zerschlagung. Dann hätten die Hülseder und Feggendorfer Ortsgruppen die Mitglieder aufnehmen müssen. Doch Laux stand bereits mit Eckermann in Kontakt. Dieserübernahm vor zwei Jahren den Vorsitz in Feggendorf und hätte wohl schon damals gern eine Fusion betrieben, weil die Lauenauerin Look nicht mehr weitermachen wollte. Doch die Idee scheiterte an den eigenen Leuten. Nun wollte Eckermann nicht einen zweiten vergeblichen Anlauf starten. "Ich hätte die Ortsgruppe doch so oder so an der Backe", sagte er sich und signalisierte dem Kreisvorstand die Bereitschaft zur Doppelgleisigkeit: "Ich habe Lust dazu und Spaß an dieser Arbeit." Aus den Mitgliederlisten fischte er 50 Namen, die er gemeinsam mit dem Kreisverband anschrieb und um Übernahme ehrenamtlicher Verantwortung bat. "Nur einer hat sich gemeldet", gab sich Eckermann zunächst enttäuscht, ging dann aber selbst auf die Suche nach weiteren Vorstandsmitgliedern. So konnte er für die außerordentliche Versammlung ein fast komplettes Paket schnüren: Neuer zweiter Vorsitzender ist Hermann Pfingsten-Wismer aus Altenhagen II. Als Beisitzerin fand sich Dietlind Rudat (Lauenau). Zweimal aber musste er auf Feggendorfer zurückgreifen: Gisela Tadje fungiert ebenfalls als Beisitzerin; das Amt des Kassenprüfers übernimmt Dietrich Herbst. Im Beisein einer Vertreterin des Kreisvorstands wurde der neue Vorstand zwar mit Mehrheit nominiert; doch Eckermann will sich mit seinen Helfern bei der nächsten ordentlichen Versammlung erneut zur Wahl stellen: "Ich möchte das Vertrauen möglichst vieler Mitglieder hinter mir wissen", kommentierte er die Anwesenheit von gerade nur 20 Personen beim jüngsten Termin. Spätestens im nächsten Jahr könnte es auch wieder einige Veranstaltungen geben."Momentan ist das schwierig", gab der Vorsitzende zu, "weil wir eine weitgehend leere Kasse übernehmen mussten". Vor allem aber will Eckermann sich bekannt machen: "Ich kenne die Leute ja fast gar nicht." Inzwischen hat er auch die eigene Ortsgruppe beruhigen können: "Für Feggendorf ändert sich nichts, und eine Fusion gibt es nicht", beschied er einige Kritiker, "und wenn ich mich in meiner Freizeit noch mehr für den Sozialverband einsetze, ist das doch meine Sache".




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