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Renault bietet mit dem Zoe endlich eine wirkliche E-Alternative ab 21 700 Euro

Durchgehend elektrisierend

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Autor:

Henner-E. Kerl

Alle reden von Elektro, aber so richtig in Gang kommt die alternative Welle der automobilen Zukunft nicht. Möglicherweise ändert sich das jetzt. Dank Renault. Der französische Autobauer, der sich selbst als führender Hersteller von Null-Emissions-Fahrzeugen preist, bringt ein Elektroauto auf den Markt, das schneller als andere den Durchbruch schaffen könnte: Der Zoe liegt mit seinem Einstiegspreis ab 21 700 Euro in erschwinglichen Regionen, seine Reichweite mit rund 180 Kilometern pro Akkuladung ist akzeptabel, und seine Fahrwerte und sein Komfort lassen kaum Wünsche offen.

Der elektrische und gleichzeitig auch elektrisierende Zoe ist ein typischer Renault. Seine aerodynamische Formgebung mit der kurzen Motorhaube und dem tropfenförmigen Heck verkörpert die neue Designsprache des Franzosen. Von Grund auf ausschließlich für den batterieelektrischen Antrieb entwickelt, bietet er die Gardemaße (4,1 Meter Länge, 2,59 Meter Radstand) eines Kompaktwagens. Der ordentlich gestaltete Innenraum schenkt allen Passagieren ausreichend Platz und genügend Komfort, und auch der Stauraum ist großzügig bemessen. 338 Liter Kofferraumvolumen bedeuten einen Bestwert im Segment der kompakten Kleinwagen. Und wird die Rückbank umgeklappt, steigert sich die Ladekapazität bis auf 1225 Liter.

Der neue Renault wird von einem im Vergleich zur Elektrokonkurrenz recht schwachen Drehstrom-Synchronmotor über die Vorderräder angetrieben. Mit der Wahl dieses bis 88 PS leistenden Aggregats klassifiziert Renault den Zoe als Fahrzeug für den Stadtverkehr. So steht auch schon kurz nach dem Anfahren das Drehmoment von 220 Newtonmetern zur Verfügung und lässt ihn seine Stärke ausspielen, indem er von 0 auf 50 km/h in knapp vier Sekunden beschleunigt — da kann der Großteil der Benziner- und Diesel-Mitbewerber nur neidisch werden. Bei höheren Geschwindigkeiten allerdings gibt er sich entsprechend der Motorisierung weniger sportlich: Um von 0 auf 100 zu kommen, sind 13,5 Sekunden nötig, und schneller als Tempo 135 geht’s nicht, weil dann der Akku zu schnell entladen würde.

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Insgesamt aber macht der Zoe beim Fahren in der Stadt und auf kurvigen Straßen richtig Spaß. Dabei lässt sich mit etwas Geschick die Reichweite des 22 kWH großen Lithium-Ionen-Akkus um bis zu 25 Prozent erhöhen: Gaswegnehmen und Bremsen sorgen für die Rückgewinnung von Bremsenergie für die Batterie (Rekuperation). Dank einer neu entwickelten Technik lässt sich die Batterie binnen 30 Minuten auf 80 Prozent der Kapazität laden, und auch das Auftanken über das Hausstromnetz ist möglich, dauert allerdings sechs bis neun Stunden. Sorgen um die Haltbarkeit der Batterie muss man sich nicht machen. Sie gibt’s nur als Leasingobjekt (Kosten ab 79 Euro/Monat), dafür wird sie aber bei Schäden ersetzt.

Eine Tankklappe wie gewöhnlich am hinteren Seitenblech untergebracht, entfällt. Der „Stromanschluss“ ist vorne im Markenzeichen versteckt.

we.

Die Linienführung des Renault Zoe ist sehr futuristisch und Sicken und Kanten sowie geschwungene Linien sind in ausreichender Anzahl vorhanden. we.

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