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Grenzbeziehung des Heimatvereins Afferde

Durch Wald und Flur

Hameln. Wieviel ist Euch Eure ehemalige Bürgermeisterin wert? Ganz einfach wurde es den Grenzbeziehern aus Afferde diesmal nicht gemacht, ihre geplante Route abzumarschieren. Zum Glück ging das Scharmützel für die Bürger aus Afferde aber gut aus. Zunächst startete die Gruppe am Samstag ohne Vorkommnisse mit dem traditionellen „Hepp, hepp, Horrido“ des Vereinspräsidenten Werner Kramer. Es war die achte Grenzbeziehung, die der Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege seit seiner Vereinsgründung 1975 in Afferde organisiert hat. Bevor alle Bürger aber in den typischen Marsch- und Wanderschritt verfielen, harrten sie aus, und blickten auf die Kanone, aus der mit lautem Getöse der Startschuss der Ortsumrundung fiel. In diesem Jahr sollten die nordöstlichen Gemarkungsgrenzen von Afferde inspiziert werden. Über Düth, Eichberg und Schecken wurden die Grenzen gegen Rohrsen, Hilligsfeld, Behrensen und Diedersen passiert. Nach Überquerung des „Hausberges“ (Düth) war für die erste Rast ein Haltepunkt bei bei der Firma Otto vorgesehen. Da dieser allerdings schon auf Rohrser Gebiet liegt, ließen Ortsvorsteher Werner Brüggemann und seine Mannen die Afferder dort nicht ganz so einfach pausieren. Ausgerüstet mit Schild, Kanone und Holzschwertern trotzten sie den Ankommenden hinter einem Schlagbaum. Und sie hatten die ehemalige Bürgermeisterin von Afferde, Waltraud Mehring, als Geisel genommen und forderten Wegezoll für das Lösen ihrer Fesseln. Nach einigem Hin und Her und viel Pulverdampf nebst lautem Böllergeknall einigte sich Afferdes amtierender Bürgermeister Björn Lönnecker mit den Gegnern auf einen flüssigen Wegezoll. Gestärkt mit belegten Brötchen ging es für die Grenzmarschierer dann weiter Richtung Osten. Die alte B1 wurde überquert und auch am Versorgungspark vorbeimarschiert. Auf die Waldgrenzen von Afferde am Schecken wurde ein Auge geworfen und für einen Blick in die Landschaft legte man einen Halt ein. Die neun Kilometer Wegstrecke durch Wald und Flur wurden in vier Stunden zurückgelegt – der Vormittag klang am Feuerwehrgerätehaus mit Musik des Musikzuges aus.git

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Autor:

Birgit Sterner


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