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Dübel von Anno Tobak

Rinteln (who). Es hat schon ein Bastler- und Heimwerkerleben gegeben, lange bevor Baumarktketten den kleinen Fachhandel verdrängt haben. Die Papphülse, mit dem Aufdruck „Farbige Ankerdübelstangen“ ist plastischer Beweis dafür. Der Rintelner Burkhard Rohrsen hat uns auch dieses Fundstück zur Verfügung gestellt, das er zusammen mit vielen anderen Bastlerschätzchen beim Kauf seines Hauses miterworben hat.

Nur noch ältere Hand- und Heimwerker dürften sich daran erinnern, welche Mühen es dereinst gekostet hat, tragfähige Aufhängungen für Schweres in Wände einzubringen. Was wir heute in Gestalt von geriffelten Kunststoffhülsen gemeinhin als Dübel bezeichnen, ist der Großvatergeneration allenfalls unerfüllter Wunschtraum gewesen. Mauerwerksdübel zum Dranhängen von gewichtigen Sachen hat’s nicht gegeben. Der Dübel war ein kantiges Holzklötzchen, für das der Maurer zuvor ein enormes Loch stemmen und in welches er das Holz einzementieren musste. Erst nach hinreichendem Trocknen des Mörtels konnte schließlich eine Holzschraube in den Klotz gedreht werden.

Allerdings hat es wohl schon mindestens seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg passable Lösungen für Befestigungssysteme „light“ gegeben. So wie unsere „Ankerdübelstangen“ aus der Papphülse. Das kleine Sortiment enthält Stäbe aus Holz oder fest verdrehter Schnur mit Durchmessern von vier bis 10 Millimetern, die einer Holzschraube Halt geben sollen. Dazu braucht’s zuvor aber ein akkurates Loch in der Wand, das mittels beiliegendem Meißel zu schlagen ist. Und geschickte Hände sind dazu nötig, denn der kleine sechskantige Meißel muss präzise geführt werden, damit aus dem gewünschten Loch mit vier Millimetern keins mit 10 oder noch viel mehr Millimetern wird. Aber das kann einem ungeduldigen oder pfuschenden Heimwerker auch heute noch mit der Hightech-Bohrmaschine passieren. Denn: Übung macht den Meister...




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