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Selbsthilfegruppe des Diakonischen Werks unterstützt Suchtkranke / Gruppentreffen in Rinteln immer am Dienstag

"Du kannst es schaffen, aber du schaffst es nicht allein"

Rinteln/Stadthagen (han). Der Verein "Selbsthilfegruppen des Diakonischen Werks für Alkohol- und Medikamentenabhängige im Landkreis Schaumburg" begleitet und bestärkt Suchtkranke in ihrer abstinenten Lebensweise sowie berät und unterstützt deren Angehörige. Der Verein bietet in Rinteln und Stadthagen "Offene Gruppen" an, die von vier ausgebildeten Suchtkrankenhelfern geleitet werden.

"Viele Menschen haben durch die?Offenen Gruppen' oder durch Gespräche mit Therapeuten des Diakonischen Werkes zu einer abstinenten Lebensweise gefunden", erläutert Friedrich-Wilhelm Möhring, der im Verein für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Auch stationäre und ambulante Therapien sowie die Nachsorgegruppen seien hilfreich gewesen. "Einige ehemalige Betroffene leiten heute selber eine Selbsthilfegruppe oder bieten Besuchsdienste in den Schaumburger Krankenhäusern und im Landeskrankenhaus Wunstorf an." Wie werden Suchtkranke durch diese Gruppe "trocken"? "Durch Eigeninitiative und Gespräche mit den anderen Gruppenmitgliedern können sich Kranke von ihrer Sucht befreien", antwortet Möhring. Die Selbsthilfegruppen leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Da Suchterkrankungen auch ein Problem des gesamten sozialen Umfeldes seien, finden Angehörige und Freunde ebenfalls in der "Offenen Gruppe" Hilfe für sich selbst. "Du kannst es schaffen, aber du schaffst es nicht allein", laute das Motto der Zusammenkünfte, so der Pressewart. "In den Gruppen ist niemand ein Fremder", ergänzt Möhring, "die Betroffenen erkennen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind." Sein Fazit lautet: "Es ist keine Schande, suchtkrank zu sein. Aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun." Die "Offenen Gruppen" richten sich an Alkohol- und Medikamentenabhängige. In Rinteln werden die Treffen dienstags um 20 Uhr in der Bäckerstraße 8 ausgerichtet. Die Stadthäger Gruppe trifft sich montags um 19.30 Uhr in der Bahnhofstraße 16. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.selbsthilfe-sucht.de.




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