weather-image
Samtgemeinde Nienstädt soll jetzt offizielle Bedarfserhebung machen

DSL-Initiative stößt auf Zuspruch: 728 Unterschriften gesammelt

Hespe (jl). Innerhalb von zehn Tagen haben zehn Bürger aus Hespe und Nachbarorten 728 Unterschriften für den Anschluss an die DSL-Versorgung gesammelt. In einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy wurde jetzt das nächste Etappenziel anvisiert: Die Samtgemeinde soll eine offizielle Bedarfserhebung machen und die DSL-Versorgung öffentlich ausschreiben. Wer den Zuschlag bekommt, kann laut Edathy mit einer Anschubfinanzierung aus Berlin rechnen.

Günter Stahlhut (l.) und Mitstreiter überreichen Friedel Pörtner

Seit 2004 ist DSL ein wichtiges Thema im Anschlussnotstandsgebiet Hespe. Bis vor wenigen Wochen hatte sich vornehmlich die Gemeinde darum gekümmert - bis jetzt ohne Erfolg. Vor etwa drei Wochen haben Günter Stahlhut und rund ein Dutzend Gleichgesinnte das Heft in die Hand genommen. Nach einem Treff mit dem Landtagsabgeordneten Friedel Pörtner (CDU) startete die Unterschriftensammlung. Die DSL-Initiative hat dabei viele offene Türen eingerannt. "Es hat nur noch gefehlt, dass man den roten Teppich für uns ausgerollt hat", fasste eine Sammlerin die Stimmung an den Haustüren in Hespe, Volksdorf, Stemmen und Helpsen zusammen. "Wir hätten noch weiter sammeln können und wären bestimmt auf 2000 Unterschriften gekommen", berichtete Stahlhut dem Landtagsabgeordneten, bevor er ihm am Donnerstag das Ergebnis der Aktion in die Hand drückte. Hinter den 728 Unterzeichnern verbergen sich laut Stahlhut 1181 Nutzer. Pörtner will in Hannover beim Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium vorsprechen sowie direkten Kontakt mit der Telekom aufnehmen. Das will auch Edathy tun, dem in Hespe die Zweit-ausfertigung der Unterschriften überreicht wurde. Auf Grund seiner bisherigen Erfahrungen rechnet der Berliner Politiker aber nicht damit, "dass ich ein Privatunternehmen zwingen kann, eine unwirtschaftliche Maßnahme durchzuführen. Das geht auch nicht per Bundestagsbeschluss". Der Politiker hat der Initiative als Alternative einen Weg vorgeschlagen, den die Samtgemeinde Marklohe im Nachbarkreis Nienburg zurzeit geht. Diese habe eine offizielle Bedarfserhebung gemacht. Der nächste Schritt sei die öffentliche Ausschreibung für die DSL-Netzversorgung. In solchen Fällen gewähre das Bundeswirtschaftsministerium dem Unternehmen eine Anschubfinanzierung, das den Auftrag dafür bekomme. Mit diesem Ziel und der Zustimmung der Initiative will Edathy mit Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening (SPD) Kontakt aufnehmen - und auch beim Bundeswirtschaftministerium einen etwaigen Zuschussantrag aus der Samtgemeinde Nienstädt unterstützen. Gleichwohl sind Stahlhut und Mitstreiter ziemlich sauer auf den Leitungsmonopolisten Telekom. Dieser kassiere für die Festnetzanschlüsse im Raum Nienburg/Schaumburg etwa 26 Millionen Euro jährlich und tue trotzdem nichts für die flächendeckende Versorgung mit moderner Kommunikationstechnologie.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt