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Peter Leiß moderiert Gespräch beim SV 07 / Vor den Ausschluss setzt die Satzung die Abmahnung

DSC-Ehrenvorsitzender als Diplomat gefragt

Bad Münder (st). Nach dem Abbruch der Jahresversammlung des münderschen Schützenvereins von 1907 im März dieses Jahres befindet sich der Club im Ausnahmezustand. Der Zwist gründe sich auf persönlichen Animositäten und Schuldzuweisungen, die am Ende jegliche Sachlichkeit verloren hätten, sagt der Ehrenvorsitzende des Kreiverbandes Deister-Süntel-Calenberg, Peter Leiß.


Um die festgefahrene Lage nach der Jahresversammlung zu entzerren, hat der unparteiische Leiß den Hauptbeteiligten Peter Przykopanski und Claus Pipial ein klärendes Sechs-Augen-Gespräch auf neutralem Boden in seinem Haus angeboten – beide willigten ein.

Im Vorfeld hätte der kommissarische Vorstand des SV 07 um Przykopanski bereits den Ausschluss von Pipial für die kommende außerordentliche Versammlung am 8. Mai vorgesehen, sagt Leiß. Das sei mit den Statuten des Vereins aber nicht vereinbar. Vor einem Ausschluss müsse der Schützenbruder, dem vereinsschädigendes Verhalten vorgeworfen wird, zunächst abgemahnt werden, so der Ehrenvorsitzende.

Peter Leiß hat es dann nach eigenen Angaben geschafft, im Gespräch die beiden Streithähne „emotional runterzufahren“. Man habe sich darauf geeinigt, Pipial abzumahnen und ihm die Möglichkeit zur Entschuldigung zu geben. Pipial willigte ein, sich für den Ausspruch „Diktator“ in Richtung Przykopanski zu entschuldigen und somit dem Ausschluss zu entgehen.

Die Abmahnung, die der Vorstand des SV 07 gegen Pipial ausspricht, soll Leiß als neutrale Person vortragen, weil Przykopanski als Vorsitzender in die Affäre verwickelt ist. „Ich möchte nicht als Scharfrichter gesehen werden, sondern als Moderator und Vermittler“, sagt Leiß. Warum das Wörtchen „verschärft“ in der Tagesordnung auftaucht, weiß Leiß nicht. „Von verschärfter Abmahnung war nie die Rede“, erklärt er.

Sollte sich Pipial nicht entschuldigen oder sich ein weiteres Vergehen zu Schulden kommen lassen, folgt der Ausschluss. In diesem Fall könnte sich der Ausgeschlossene an den Ehrenrat wenden und Berufung gegen den Schritt einlegen. Peter Leiß hofft aber, dass seine Vermittlungsarbeit Früchte getragen hat.



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