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Ortsverein Obernkirchen will Vorstand verjüngen / Jugendrotkreuz wird gegründet

DRK steht vor Nachwuchssorgen - Mitglieder werden immerälter

Obernkirchen (sig). Mehr als 4100 Stunden haben der Sanitätsdienst und der Technische Dienst des DRK-Ortsvereins im vergangenen Jahr geleistet. Das ist ein beachtliches Engagement, das leider mit nur wenigen einsatzfähigen Aktiven geleistet werden muss. Es wird schwieriger, die anstehenden Aufgaben zu erfüllen, denn die zur Verfügung stehenden Kräfte werden immer älter, und es rücken wenige jüngere nach.

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Diese Situation schilderte in der Jahreshauptversammlung im Restaurant "Rhodos" der zuständige Bereitschaftsleiter Wilfried Horstmeier. Neben dem Einsatz bei zahlreichen Veranstaltungen brachte auch das Einrichten der DRK-Tafel in der Beeker Straße zusätzliche Arbeit. Aufrechterhalten wurde auch der Kontakt zu der gleichen Organisation in der französischen Partnerstadt La Flèche. Nimmt man noch die Einsätze des Sozialdienstes hinzu, der sich unter anderem um die Blutspendetermine in der Bergstadt und um die Seniorenfeiern kümmerte, kommt das DRK in der Bergstadt auf insgesamt 5512 Stunden. Vorsitzender Dieter Horstmeyer gab in seinem Rückblick noch eine Übersicht über die Entwicklung der "Obernkirchener Tafel", die jetzt seit einem Jahr besteht und seitdem zu einer gefragten Einrichtung in der Bergstadt geworden ist. Horstmeyer erinnerte an die Probleme, geeignete Räumlichkeiten zu finden. Er drückte die Hoffnung aus, dass es eines nicht mehr fernen Tages eine bessere Lösung gibt als die derzeitige. Als nicht minder wichtig bezeichnete der Vorsitzende das Bemühen, neue Mitglieder für das Rote Kreuz in Obernkirchen zu werben und zugleich auch zusätzliche Aktive zu gewinnen. Im Vorjahr brachte eine Werbeaktion 51 neue Mitglieder, von denen nur einer abgesprungen ist. Schatzmeister Ernst Möller bezeichnete in seinem Rechenschaftsbericht die Finanzlage des Ortsvereins als zufriedenstellend. Es sei sparsam gewirtschaftet worden, wie auch die Prüfer bescheinigten. Einen Wermutstropfen konnte er den Mitgliedern aber nicht ersparen: Die Fahrzeugkosten sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres schon deutlich höher gewesen als 2007. Sein Haushaltsvorschlag für 2008 wurde einstimmig genehmigt. Dieter Horstmeyer stellte anschließend Julia Sprenger vor, die sich die Neugründung einer Jugendrotkreuzgruppe in Obernkirchen auf die Fahne geschrieben hat. Sie ist schon auf Kreisebene für die Jugendarbeit des DRK zuständig. Ihre Zusage wurde im Kreise der Anwesenden sehr positiv aufgenommen. Der Vorsitzende kündigte aber auch an, dass er sich mit Nachdruck bemühen wolle, den Vorstand zu verjüngen. Schließlich sei er, ebenso wie der Schatzmeister Ernst Möller, schon über 30 Jahre im Amt. So ganz einfach dürfte es ihm aber nicht fallen, ebenso engagierte Nachfolger zu finden, die so viel Freizeit opfern. Der Kreisvorsitzende des DRK, Wolfgang Foerstner, unterstrich in seinem Grußwort, es sei wichtig und richtig, dass gerade die Älteren in unserer Gesellschaft sich noch so intensiv in die ehrenamtliche Arbeit einbringen. Schließlich hätten sie auch mehr freie Zeit als die Jüngeren und eine zunehmend größere Lebenserwartung. Anschließend nahm er zusammen mit Dieter Horstmeyer die Ehrungen vor. Dazu gehören Waltrud Precht (40 Jahre), Walter Precht (35), Rosemarie Claus, Helga Schönbeck und Irene Müller (alle 20) sowie Elisabeth Keip (15 Jahre).



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