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Die Kehrseite der Tierliebe: Annegret Meyer möchte ihr Federvieh loswerden / Sonntag offene Pforte

Dringend gesucht: Liebhaber von Stockenten

Borstel (man). Das Haus von Annegret Meyer an der Dorfstraße in Borstel ist ein wirklich naturnaher Ort. Im Garten leben neben einigen Hühnern und Hunden auch Molche und Libellen - und jedes Jahr - pünktlich zur Brutzeit des lieben Federviehs - auch jede Menge Enten. Noch vor kurzem liefen 15 junge Stockenten und ihre Mutter über die Wiese und badetenim Teich. Doch genau diese Enten bereiten Annegret Meyer Sorge. "Der Teich wird durch die Enten jedes Jahr zur Kloake, und das Wasser kippt um" klagt sie. "Außerdem blühen die Seerosen nicht mehr, weil die Enten ihnen die Köpfe abgehackt haben."

Um dies Ungemach zu verhindern, suchte die Tierliebhaberin nach einer Lösung, um die Tiere zwar loszuwerden, ohne ihnen aber dabei zu schaden. Sie wandte sich an Marc Jameson vom Naturschutzbund und bat ihn um Hilfe. Jameson suchte mit nach einer Lösung, konnte jedoch nur mit einem praktischen Rat helfen: die Enten einfangen und dann auswildern. Diesen Vorschlag sollten die Rintelner Naturschützer in die Tat umsetzen. Deren Vorsitzender, Nick Büscher, habe versucht, die Wasservögel einzufangen, doch dies habe sich als gar nicht so einfach herausgestellt, erzählte die Grundstückseigentümerin. Kurzum: Der Versuch, die Stockenten auszuwildern, wurde erst einmal aufgegeben. Und sieheda: Das Problem von Annegret Meyer löste sich dann auch von allein: Die jungen Enten verließen den Teich. Ihre Mutter allerdings blieb und sitzt nun auf neuen Eiern. Um nicht noch einmal so viel Ärger mit dem Zustand ihres Teichs zu bekommen, sucht Frau Meyer nun "Stockentenliebhaber" die ihr die nächste Brut gleich nach dem Schlüpfen der kleinen Enten abnehmen. Am Sonntag, 24. Juni, besteht die Möglichkeit, dem Anwesen von Annegret Meyer einen Besuch abzustatten. An dem Tag ist bei ihr von 13 bis 19 Uhr die "Offene Pforte".




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