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Warnstreik zeigt Wirkung – aber kurzfristiges Gespräch ergebnislos abgebrochen

Drei Tage nur Not-OP bei Bethel

Bückeburg. Mit einer Kundgebung vor dem Krankenhaus Bethel und anschließendem Workshop über die Situation in den Krankenhäusern und künftigen Strategien ist der dreitägige Warnstreik an den Schaumburger Krankenhäusern zu Ende gegangen. Während drinnen unter anderem drei Tage lang in den Operationssälen nur Notfälle operiert werden konnten und die Patienten mit Essen von außerhalb vorlieb nehmen mussten, standen draußen noch einmal rund 50 Mitarbeiter aller drei Krankenhäuser, also neben Bückeburg auch Stadthagen und Rinteln, um für eine Lohnerhöhung, die Anpassung der Löhne der Bethelaner an das Niveau der Tarife des öffentlichen Dienstes und eine Beteiligung am Personalüberleitungsverfahren zum geplanten Klinikum Schaumburg zu streiken. „Wir sind etwas ausgedünnt, weil die Grippewelle auch vor Krankenhaus-Mitarbeitern nicht haltmacht“, sagte Ver.di-Gewerkschaftssekretärin Aysun Tutkunkardes: „Wir sind mit der Beteiligung an dem Warnstreik dennoch zufrieden.“

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Gestern wurden der Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft aus Verärgerung über die Blockadehaltung weit über 300 Gutscheine zurückgegeben, die diese kurz vor Weihnachten an die Mitarbeiter verteilt hatte. Zehn oder 15 Euro sollte es für die „wertvollen Mitarbeiter“ geben, wenn Team-Events – am besten standortübergreifend – organisiert werden. Einerseits ein Zeichen der Wertschätzung, so Tutkunkardes, aber: „Wir wollen mehr Geld. 15 000 Euro für Team-Events statt Lohnerhöhung kommen nicht gut an. Wir sind stinksauer.“ Eigentlich sollten die Gutscheine bereits im Januar zurückgegeben werden, wegen der gerade begonnenen Gespräche wurde aber darauf verzichtet. „Jetzt gibt es keine Gespräche mehr.“

Obwohl sich Gewerkschaft und Geschäftsführung am Mittwochabend noch zu einem kurzfristig anberaumten Gespräch in Hannover getroffen haben. „Wir sind ergebnislos auseinandergegangen“, so die Gewerkschaftssekretärin. Ihr Eindruck: „Die Geschäftsleitung ist zu allem bereit, was kein Geld kostet. Wir nicht.“ Am Verfahren zur Überleitung könne die Gewerkschaft sofort teilnehmen, aber ohne mehr Geld und einheitliche Arbeitsbedingungen werde die Gewerkschaft nicht einlenken, so Gewerkschaftssekretärin Tutkunkardes: „Für uns hängt das alles zusammen.“



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