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Drei Rentnerinnen spielen Robin Hood

Bad Münder. Erich Butenschön alias Ratsherr Ulrich Marten kann es kaum fassen. Endlich kann er einmal wie Dagobert Duck in Geldscheinen nur so wühlen. Wie er dazu gekommen ist und was die drei agilen Rentnerinnen Herta, Lisa und Agnes damit zu tun haben, das erfahren die Zuschauer bei der Premiere des neuen Stücks der Deister-Süntel-Bühne.

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„Rommé zu dritt“ heißt die Komödie in drei Akten, die aus der Feder der Husumer Theaterautorin Petra Blume stammt. Mit einem Schuss Sozialkritik und reichlich Humor lässt die ihre drei Heldinnen erkennen, dass Kartenspielen keine Lebensaufgabe ist. Als die drei von den unhaltbaren Zuständen im städtischen Altersheim erfahren, beginnen allerlei Gedankenspiele, in denen die ausgemusterten Anzüge der verstorbenen Gatten ebenso eine wichtige Rolle spielen wie das Bankinstitut im gleichen Haus. Schon sind die drei mittendrin in einer modernen Robin-Hood-Geschichte.

„Ein Stück, das für unsere Besetzung sehr gut geeignet ist“, so die Prinzipalin der Deister-Süntel-Bühne, Brigitte Kolde. „Rommé zu dritt“ ist die sechste Produktion, die Kolde zusammen mit diesmal sechs Akteuren auf die Bühne bringt. „In dieser Spielzeit haben wir acht Vorstellungen geplant, alle im Berggasthaus Ziegenbuche“, kündigt Kolde an. Natürlich sei das gewagt, aber die große Nachfrage bei den Aufführungen im vergangenen Jahr habe sie dazu ermutigt.

„Natürlich können die Zuschauer vor und nach dem Stück auch was essen. Während des Stücks aber bitte weder Essen noch Trinken noch Rauchen und auch die Handys bleiben aus“, witzelt die Theaterchefin.

Für die Regie ist wie immer Marc Ullrich Schneider zuständig, der außerdem als Norbert Staller auch selbst mitspielt. „Meine Regietaktik ist es, den Schauspielern die Motivation der einzelnen Charaktere deutlich zu machen. Die jeweiligen Situationen spielen die dann aus eigener Erfahrung am besten.“

Zwar dreht sich im Stück alles um die rebellischen drei Rentnerinnen, doch ist es beileibe kein Seniorentheater. Brigitte Kolde: „Eigentlich ist es die Flucht aus der Kälte der Welt mithilfe einer kindlichen Idee, schließlich sind die drei im Geiste jung geblieben, und sie sehnen sich wie viele von uns nach einem kleinen bisschen Aufregung, Abwechslung und Abenteuer.“

Wer also wissen will, warum Ratsherr Ulrich Marten im Geld wühlt, der sollte sich zur Premiere am 7. Februar um 19.30 Uhr im Berggasthaus Ziegenbuche einfinden.

Karten zu acht Euro gibt es in der Buchhandlung Wanderer, in Springe in der Buchhandlung am Nordwall, im Berggasthaus Ziegenbuche und an der Abendkasse . Einlass ist eine halbe Stunde vor Aufführungsbeginn.hzs



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