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Satireshow

Drei Monate ohne «heute-Show» ab Mitte Juni

Millionen wollen zurzeit nicht auf sie verzichten, müssen es aber ab Mitte Juni wieder wochenlang: auf die «heute-Show». Im Corona-Jahr wurde die Nachrichtensatire selbst Nachricht und fährt Rekorde ein.

Autor:

dpa

Elf Jahre alt wird sie Ende des Monats und ist für Millionen inzwischen ein TV-Ritual am Freitag: Die im Corona-Jahr besonders erfolgreiche ZDF-Satiresendung «heute-Show» geht am 12. Juni in ihre dreimonatige Sommerpause.

Das teilte das Zweite Deutsche Fernsehen in Mainz der Deutschen Presse-Agentur mit. Weiter geht es nach der Sommerpause demnach erst am Freitag, den 11. September.

Im laufenden Jahr 2020 erreichte die «heute-show» am Freitagabend bislang im Schnitt 5,22 Millionen Zuschauer bei einem Gesamtmarktanteil von 20 Prozent. Das ist ein Rekordjahr für die Show in Quotenhinsicht. Es sind rund eine Million mehr als durchschnittlich bei den 33 Ausgaben des vergangenen Jahres.

Im Jahr 2019 hatte die «heute-show» mit Oliver Welke durchschnittlich 4,20 Millionen Zuschauer (18,1 Prozent Gesamtmarktanteil).

Bei der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen waren es 2020 bisher durchschnittlich 1,51 Millionen Zuschauer (18,6 Prozent Marktanteil).

Auch dieses Jahr sind wieder insgesamt 33 reguläre Ausgaben geplant. Am Freitag (15.5., 22.30 Uhr) steht die 14. Ausgabe 2020 an. Die letzte Ausgabe vor der Sommerpause am 12. Juni ist die 18. Ausgabe.

Das Online-Angebot der «heute-show» erzielte von Februar bis April durchschnittlich etwa 3,5 Millionen Sichtungen pro Monat. Die Abrufvideos der einzelnen Folgen erreichen im Zeitraum von Ende Januar bis Mitte Mai durchschnittlich fast 940.000 Sichtungen.

Die ZDF-Nachrichtensatire wurde dieses Jahr selbst zur Nachricht, nachdem Mitarbeiter am 1. Mai bei Dreharbeiten in Berlin angegriffen worden waren. Vermummte attackierten ein Kamerateam nach Dreharbeiten bei einer Demonstration gegen die Corona-Auflagen. Sechs Menschen wurden dabei nach ZDF-Angaben verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei geht von Tätern aus der linken Szene aus.

Welke reagierte darauf in der Sendung vom 8. Mai: «Diese Woche haben wir als Nachrichtensatire also mal erfahren, wie das ist, selber in den Nachrichten vorzukommen - schön.»

Am Ende der Sendung im Gespräch mit Satiriker Abdelkarim (38), der bei dem Überfall dabei war, ging Welke (54) nochmal näher auf den Vorfall ein. Er erinnerte auch an einen Angriff auf ein ARD-Kamerateam bei einer nicht genehmigten sogenannten Hygiene-Demo gegen die Corona-Beschränkungen vor dem Berliner Reichstagsgebäude.

Welke: «Da fragt man sich schon: Ist es wirklich konsequent, am Rande von Veranstaltungen, die sich angeblich für Grundrechte einsetzen, ausgerechnet die Pressefreiheit im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen zu treten? Das als kleine Denksport-Aufgabe für kommende Demos und als leicht pastorales Schlusswort.»

Die erste «heute-Show» wurde am 26. Mai 2009, einem Dienstag, ausgestrahlt. Sie kam zunächst monatlich. Seit dem 22. Januar 2010 hat sie ihren wöchentlichen Sendeplatz am Freitagabend.




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