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Neue Kliniken-Geschäftsführung: Mix aus internem Wissen und Know-how bei Veränderungsprozessen

Drei für Schaumburg

Landkreis. Das neue Führungsteam der Schaumburger Krankenhäuser sei ein „Mix aus internem Wissen und dem Know-how von Veränderungsprozessen in Krankenhäusern“. Das sagt jedenfalls Gerhard Hallenberger, Vorstandsmitglied des Gesundheitskonzerns Agaplesion. Seit Jahresbeginn werden die drei Kliniken in Rinteln, Bückeburg und Stadthagen nun von einer neuen dreiköpfigen Geschäftsführung geleitet.

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Nachdem sich Ralph von Follenius als einer von zwei Geschäftsführern Anfang Dezember überraschend aus der Führung verabschiedet hatte, steuern nun neben dem bisherigen Geschäftsführer Claus Eppmann auch Bettina Geißler-Nielsen und Diana Fortmann die drei Krankenhäuser.

Auch wenn über die Gründe des Ausscheidens von Follenius weiter Stillschweigen herrscht, kann die neue Führungskonstellation als Zeichen gewertet werden, dass die Kultur des konfessionellen Klinikbetreibers Agaplesion weiter Einzug in die drei bestehenden Häuser hält: Mit Bettina Geißler-Nielsen, examinierte Krankenschwester und Krankenhausbetriebswirtin, steht eine Frau an der Spitze der Krankenhausverwaltung, die zunächst als Integrationsmanagerin im Konzern tätig war. Als der finanziell angeschlagene Krankenhausbetreiber Pro Diako im August 2012 mit der Aktiengesellschaft Agaplesion fusionierte, kam Bettina Geißler-Nielsen unter anderem auch, um die drei sehr unterschiedlichen Krankenhäuser auf einen gemeinsamen Weg hin zu einem Gesamtklinikum zu bringen.

Der Integrationsprozess der beiden Konzerne, für den von vornherein gut eineinhalb Jahre vorgesehen waren, ist jetzt weitgehend abgeschlossen.

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  • Claus Eppmann
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  • Diana Fortmann

Gleichwohl stehen die Krankenhausplaner mit Blick auf die Ausrichtung des konfessionellen Krankenhauses Bethel in Bückeburg und der kommunalen Häuser in Rinteln und Stadthagen noch vor etlichen Hürden bei der Verschmelzung zu einem Schaumburger Gesamtklinikum.

Die zweite Frau in der neuen Geschäftsführung ist Diplomkauffrau und kennt die Kliniken in Rinteln, Stadthagen und Bückeburg aus dem Effeff. Seit sieben Jahren ist Diana Fortmann in Schaumburg tätig und verhandelt die Budgets der Krankenhäuser mit den Krankenkassen. Sie habe die Finanzierungskonzepte für das Gesamtklinikum Schaumburger Land erarbeitet, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums Schaumburg.

Claus Eppmann, der bereits bei der Pro Diako als Ge-schäftsführer tätig war, leitet seit 2011 den Geschäftsbereich Bau, Technik, Logistik/Einkauf und EDV der drei Krankenhäuser in Schaumburg. Außerdem ist Eppmann für die Medizinischen Versorgungszentren und weitere Tochtergesellschaften zuständig.

Das neue Führungsteam bringe gute Voraussetzungen für die weitere Zusammenführung der drei Häuser und für den Bau des Gesamtklinikums mit, erklärte Agaplesion-Vorstand Hallenberger gestern.

Unterdessen hat der Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen grünes Licht für die Einrichtung einer Neurologie in Schaumburg erteilt. Perspektivisch diese Abteilung auch neue Patienten für das Gesamtklinikum bringen. Geplant war, die neurologische Abteilung zunächst in Rinteln zu etablieren – auch, um den Bestand des hochdefizitären Krankenhauses bis zum Neubau zu sichern. Der Planungsausschuss hat einen vorzeitigen Start der Neurologie genehmigt. Dem Vernehmen nach soll die Abteilung wie geplant und in absehbarer Zeit in Rinteln eingerichtet werden.



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