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Drei Dage ohne …

WI KÖRT PLATT

neiplichtern: neugierig

liuert: warten

faken: oft

Hahnejökelei: Spaß

drömmen: träumen

hille: schnell

fuihnsch: wütend

weeten: wissen

vördem: vorher

WI KÖRT PLATT

Ek harre’t mek al lange vörenomen. Kam aberst jümmer wat datwischen. Maal was ek nich, we seggt’n doch up hoochduitsch „konsequent“ geneog! Maal was miene Ehegeliebte damee nich inverstahn, maal säen miene Frünne: „Dat mosst diu dek aber oberleggen..!“ Na jaa, nu bün ek ook bloot en schwachen Minschen, wenn et nich seo darup ankümmt, doch hinnerher argere ek mek denn düchtig ober mek sülmst. Versocht harre ek et al veele Maale, miene geoten Vorsätze güngen aber denn balle weer in dei Binsen. Worümme woll? Will ek jök vertellen: Mehrstens sünd wi doch alle neiplichtern un liuert up wat Nieet, un wenn’t ook noch seo verrücket is. Un wann sünd wi denn maal bloot mee ösch sülmst teofreen, doch noch weiniger as mee annern Minschen? Mien vornöhmen Fründ Herbert, hei is mannichmaal en Pessemisten un is mee ösch Minschen denn gaanich in’n Reinen, harre daför wat up Lager, hei deklameere denn: „Der Mensch ist ein Tier, das versagt hat, und seine Strafe ist die Weltgeschichte!“ - Tja, seo kümmt’n von eint teo’n anneren! Weltgeschichten hebbet wi doch faken geneog ümme ösch rümme, dei staht ösch doch al teo’n Halse ruut. Sühste, nu wöre ek doch balle weer von mienen Thema afekomen: Drei Dage ohne, da denkeste doch up’n Stutz an’t Fasten, seo kort vör’n dullen Karnevalsdagen. Stimmet aber nich, for düsse Hahnejökeleien harre ek freuher maal veel ober, huite lett dat mee’n Oller naa. Nee, ek wolle maal weer seo ganz alleene for mek sien, en geotet Book läsen, ook’n betjen drömmen oder villichte ook twischen mienen veelen Scharteken dat finnen, wat ek al lange socht hebbe. Ober veelet naadenken, woteo diu mehrstens nich kümmst! Huite mott doch allet hille gahn. Von’n Bänkern un usen vigelinschen Polletikern, düssen Jabbelköppen, will ek man heier gaanich anfangen. Ek harre von all’ düssen Kraam dei Näsen vull. As ek mienen olen Fründ Conrad von düssen drei Dagen vertelle, meine hei kort un bünnig: „Schaffeste doch nich!“ - Tja, da word ek aber fuihnsch, da wolle ek et weeten! Un darümme spanne ek jök ook getze nich mehr up dei Folter: „Ek hebbe drei Dage lang miene Glotze einfach nich anestellt! Un glöffstet oder glöffstet nich, ek leewe jümmer noch, veel bäter as vördem!“

Fiffi Voss vertellt




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