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Drachenfest in Bad Münder ohne Wind, dafür mit viel Sonne

BAD MÜNDER. „Wunderbar, oder?“, sagt Hubertus Japes. Der Vorsitzende der BIK grinst breit, als er über das Gelände blickt. Das Drachenfest am Sonntag ist bestens besucht. Die Sonne strahlt, angenehme Temperaturen haben viele zum Drachenfestauf gelockt. Nur ein Problem gibt es: Es ist vollkommen Windstill.

Sonneschein, aber kein Wind: Beim Drachenfest regnen trotzdem die Süßigkeiten aus dem Bonbondrachen – BIK-Vorsitzender Japes fängt den Drachen der Sturmbremsen vorsichtig wieder ein. Fotos: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Für Alexander Grupe von den Sturmbremsen kein Problem. Mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht erklärt er: „Ich habe jetzt zwei Möglichkeiten: vorwärts laufen oder rückwärts laufen.“ Der Bonbondrache der auch in diesem Jahr wieder über dem Spielplatz aufsteigt, braucht zum Glück keine steife Brise. „Den Wind, den wir brauchen, machen wir uns einfach selber“, sagt Grupe, Vorsitzender des Hamelner Drachenvereins. Dann läuft er rückwärts quer über den Platz, die Schnur des Drachens fest in der Hand.

Ein kräftiger Ruck und ein paar Schritte und Grupe hat Erfolg: Der bunte Flieger steigt ein paar Meter in die Luft. Ein paar Meter läuft Grupe noch über das Gelände, dann zieht er an der zweiten Schnur und die Süßigkeitendose des Bonbondrachens entleert sich über den Köpfen der Kinder. Die sind Steuermann Grupe dicht auf den Fersen, viele kennen die Drachenfest-Tradition.

Der Tipp von Grupe, bei wenig Wind mehr zu laufen, beherzigen auch die Eltern und Kinder mit ihren selbstgebastelten Drachen: Immer wieder rennen Kinder hechelnd über den Rasen, versuchen mit aller Kraft ihre bunt bemalten und mit Schleifen verzierten Drachen in der Luft zu halten. Doch es hilft nichts: Viele geben nach wenigen Versuchen auf, länger als ein paar Sekunden schaffen es auch die Eltern nicht, die kreativen Kunstwerke des Nachwuchs am Himmel zu halten.

Der Drachen von Emma (6) aus Gestorf ist schon fast fertig.
  • Der Drachen von Emma (6) aus Gestorf ist schon fast fertig.

Der Bastelaktion im BIK-Gebäude schadet das nicht: Die Tische sind von Jungen und Mädchen belegt, im Hintergrund heizt ein Holzofen den Raum. Mit Filzstiften werden die weißen Drachen-Rohlinge mit Buchstaben, Gesichtern oder bunten Streifen bemalt. Der Drachen der sechsjährigen Emma aus Gestorf bekommt beispielsweise rote Augen, einen braunen Mund sowie – natürlich – den eigenen Namen verpasst. „und eine Brille“, erklärt Emma.

Abseits der Flieger hatte die BIK mit ihren Helfern auch wieder viel aufgebaut: Mit Kuchen aus dem Lehmofen, Waffeln, Bratwurst und Popcorn wurden groß und klein von 14 bis 17 Uhr versorgt, die Kinder konnten außerdem im Heu und auf der Hüpfburg toben oder die vielen Spielgeräte erobern.

„Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass drei Stunden vollkommen reichen“, bilanziert ein zufriedener Japes. „Die meisten kommen eh erst ab der Mittagszeit, vorher wäre hier nichts los.“



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