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Bauausschuss entscheidet Montag / 37 000 Euro Kosten / Verwaltung soll Werbetrommel rühren

Dorfladen: Betreiber finden - dann umbauen

Rolfshagen (rnk). In seiner nächsten Sitzung wird der Bau- und Umweltausschuss darüber beraten, ob das Ortsvorsteherbüro eine Umnutzung erfährt: Dort könnte der Einkaufsladen entstehen. Seit 2002 wird versucht, im Ort einen Einkaufsmöglichkeit einzurichten.

Die Versuche, einen Discounter für Rolfshagen zu begeistern, scheiterten. Daher hatte Ortsvorsteher Rüdiger Teich die Einrichtung eines Dorfladens vorgeschlagen und auch ein Konzept erstellt. Nähere Gespräche mit einem Lebensmittelgroßhandel, einem Landeneinrichter und interessierten Bewerbern geben nun Hoffnung, dass eine Einkaufsmöglichkeit entstehen könnte. Notwendig wäre dafür ein Umbau des derzeit vom Ortsvorsteher genutzten Büros und des dahinter liegenden Büros der Kindergartenleiterin. Es geht durchaus um viel Geld. Die Baukosten für den Umbau der beiden Büros verlangt viele Leistungen: Abbruch, Maurer- und Elektroarbeiten, Heizung, Malerarbeiten, einen Vorratsraum schaffen - 37 000 Euro hat Bauamtsleiter Friedhelm Liwack zusammengerechnet. Es geht daher am Montag um eine grundsätzliche Richtungsentscheidung: Soll die Gemeinde das gemeindeeigene Gebäude zur Verfügung stellen und investieren? Zwar stehen auf der einen Seite viele Unwägbarkeiten und Unsicherheiten bei der Realisierung des Projektes, aber andererseits gibt es in Rolfshagen einen Bedarf an Einkaufsmöglichkeiten für die tägliche Versorgung - und damit ließe sich ein offensives Vorgehen der Gemeinde durchaus rechtfertigen, heißt es im Beschlussvorschlag. Und: Ernsthafte Alternativen oder andere Standorte mit einer bestehenden Gebäudesubstanz seien zurzeit für die konzeptionelle Umsetzung nicht erkennbar. Im Klartext: Einen Dorfladen wird es nur hier geben können. Nachdem alle Bemühungen gescheitert sind, einen Lebensmittelmarkt nach Rolfshagen zu holen, hätte man zumindest schon ein ansprechendes und auch passendes Raumangebot in der Hinterhand, wenn es neue Interessenten mit neuen Konzepten gibt, meint die Verwaltung. Aber eine Hintertür lässt man sich im Rathaus offen: Zur Minimierung der finanziellen Risiken sollte dann erst investiert werden, wenn sich klar abzeichnet, dass ein Interessent mit dem Standort und den Bedingungen für den Aufbau und den Betrieb des Dorfladens einverstanden ist. Es wäre durchaus "schön und erfreulich", wenn es in Rolfshagen einen Dorfladen gäbe, meint Friedrich Gärling als Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion: "Aber wir sind sehr skeptisch, ob das machbar ist." 44 Stunden Öffnungszeiten - das sei eine ganze Menge. Und zudem stelle sich die Frage, ob dort so viel Gewinn erwirtschaftet werden könne, dass sich der Dorfladen lohne. An Unterstützung solle es seitens der CDU nicht mangeln, meint Gärling, aber eigentlich sei es der falsche Weg, erst umzubauen und dann nach einem Betreiber zu suchen. Gärling verweist auf ein Gebiet in Rolfshagen, das einstfür einen Markt ausgewiesen wurde. Auch hier sei die Verwaltung in Vorleistung gegangen, gemeldet habe sich niemand. Auch Rolf Wittmann (Grüne), der dem Ausschuss vorsitzt, plädiert dafür, erst den Umbau in Angriff zu nehmen, wenn ein Interessent vorhanden ist. Für Wittmann, der sich der SPD im Rat angeschlossen hat, ist wichtig, dass versucht wird, über die Fördermaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung Mittel zu bekommen. Die Empfehlung für einen Beschluss lautet so: Erst umbauen, wenn konkretes Interesse besteht. Bis dahin soll die Verwaltung für die Einrichtung des Dorfladens werben. Das für den Dorfladen genutzte Büro der Kindergartenleiterin soll an anderer Stelle im Gebäude ersetzt werden. Darüber hinaus soll die schon jetzt mangelhafte Unterbringung der Mitarbeiter durch die Schaffung eines Sozialraumes im Obergeschoss verbessert werden. Nennenswerte Umbaukosten entstehen nicht, das Konzept wird am Montag in der Sitzung ebenso vorgestellt wie das Ergebnis der Gespräche mit den interessierten Dorfladen-Betreibern.




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