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WGS scheitert mit Antrag zum Arbeitskreis / Erst soll EU-Geld fließen

Dorferneuerung in der Warteschleife

Deckbergen/Schaumburg/Westendorf (clb). Die Wählergemeinschaft Schaumburg (WGS) ist mit ihrem Antrag, den Arbeitskreis Dorferneuerung wiederzubeleben und einen Sitzungstermin mit Vertretern verschiedener Interessensgruppen zu organisieren, im Ortsrat Deckbergen-Schaumburg-Westendorf auf eher verhaltene Reaktionen gestoßen.

Ortsbürgermeister Eckhard Hülm (SPD) hielt es für nicht angebracht, den Arbeitskreis zu aktivieren, bevor nicht mit den ersten Maßnahmen der Prioritätenliste begonnen worden ist. "Erst wenn wieder Bewegung in der Sache ist, ist eine Wiederbelebung des Arbeitskreises sinnvoll", sagte Hülm. "Ich halte es für falsch, Erwartungshaltungen zu wecken, die nicht erfüllt werden können!" Hülm spielte damit auf die aktuelle Situation an: Bislang wurde mit keiner der angekündigten Maßnahmen begonnen. Erster Stadtrat Jörg Schröder erklärte, die EU müsse zunächst die niedersächsischen Richtlinien genehmigen, erst dann könne das Geld ausgezahlt werden. Die Entscheidung werde aber noch im Sommer fallen, versicherte Schröder. Auf der Prioritätenliste des Dorferneuerungsplans sind Maßnahmen an der Straße "Am Thie", am Dorfgemeinschaftshaus Schaumburg und am Gehweg entlang der Ostendorfer Straße/Einmündung Lehmkuhle vorgesehen sowie die Erweiterung des Kindergartens Deckbergen und die Oberflächenentwässerung an der Ulanenstraße,wie Hülm in Erinnerung rief. Enttäuscht zeigte sich Antragstellerin Antje Rinne: "Wir werden abgebremst!" Ihrer Meinung nach sei der Arbeitskreis ein gutes Mittel, um die Motivation der Anwohner zu wahren und die Dorferneuerung lebendig zu halten - was auch Ziel ihres Antrages gewesen sei, wie die WGS-Frau erläuterte. SPD-Sprecher Jürgen Henze betonte die Notwendigkeit, die Bürger auf dem Laufenden zu halten. "Sobald die Gelder genehmigt sind, sollten die Bürger informiert werden, damit sie wissen, dass etwas passiert." Letztlich einigte sich der Ortsrat auf Vorschlag von Hülm darauf, dass sich der Arbeitskreis erst treffen wird, sobald die Mittel bewilligt sind.

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