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Mündersche Tafel ist eigenständiger Verein / Mitglieder wollen bewährte Arbeitsweise beibehalten

Dieter Hainer sitzt jetzt am Kopf der Tafel

Bad Münder (lil). Die Abnabelung ist geglückt: Die Mündersche Tafel fungiert nach rund viereinhalb Jahren als Außenstelle der Hamelner Tafel ab sofort als selbstständiger Verein. Den letzten Schritt in die Eigenständigkeit haben gut 30 Unterstützer und Gäste während der Gründungsversammlung voller Stolz im Manfred-Becker-Haus verfolgt. Der frischgebackene Vorsitzende Dieter Hainer betonte, dass eine neue Ära beginne, die bewährte Arbeitsweise aber beibehalten werde. Die Ehrenamtlichen wollen weiterhin auf Teamgeist und Kooperation setzen.

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Besonders willkommen hieß der Vorstand zwei Münderander, die sich an einer Mitarbeit im Verein interessieren, denn: Der Bedarf an Spendern und Helfern wird bestehen bleiben. „Sagen Sie es weiter“, appellierte Hainer. „Nur so können wir unseren Kunden geben, was der Staat ihnen nicht geben kann oder geben will.“ Der Vorstand dankte den Einzelhändlern, Privatpersonen, Organisationen, Firmen und der Verwaltung, die sich für die Tafel eingesetzt hatten.

Dass die Tafel gebraucht wird, zeigte der Bericht von Ines Rasch. 2011 hatte die Mündersche Tafel an 51 Ausgabetagen rund 55 bis 60 Kunden mit Lebensmitteln versorgt. Ein Kunde entspreche im Schnitt zweieinhalb Haushaltsmitgliedern, erklärte Rasch. Folglich benötigten 140 bis 180 Menschen die Hilfe der Tafel. Mehr als 10 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit hat das Helfer-Team aus 13 Frauen und 15 Männern im Alter von 38 bis 85 Jahren dafür geleistet. Stolz sind die Mitglieder darauf, dass die Mündersche Tafel bisher immer schwarze Zahlen geschrieben hat. Sorgen bereitet dem Verein sein in die Jahre gekommener VW-Bus, mit dem die Waren transportiert werden. In naher Zukunft müsse Ersatz beschafft werden, hieß es.

Das Engagement der Freiwilligen würdigte Gudrun Rohde als stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt. „Die ältere Generation ist hier die große Stütze“, sagte sie. Sie lobte den Grundgedanken der Tafel, „Armut zu lindern und gute Lebensmittel zu retten“.

Was ein echter Verein ist, braucht neben einer Satzung einen Vorstand. Die Versammlung wählte neben Hainer zum Vorsitzenden seine gleichberechtigten Stellvertreter Dagmar Schurmann und Achim Thomas. Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt Andrea Ehlers, das der Schriftführerin Ines Rasch. Um weiterhin die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen, wählten die Mitglieder fünf Beisitzer: Siegfried Rothe, Siegfried Schönfeld, Hermann Wessling, Peter Kaldenhoff und Uwe Wenzel. Als Kassenprüfer engagieren sich Hubertus Japes und Dietmar Nossing.

Wessling, Gründer und bisher einer der Sprecher der Münderschen Tafel, wolle kürzer treten, da andere ehrenamtliche Projekte seine Kraft verlangten, sagte er. Dennoch wolle er dem neuen Vorstand etwa bei Sonderprojekten oder bei der Öffentlichkeitsarbeit behilflich sein.

Zur Freude des Vorstands haben bereits so gut wie alle Mitglieder ihre Mitgliedschaft auf den neu gegründeten Verein übertragen.



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